Online-Poker und die damit verbundenen Gefahren
Mehr und mehr Menschen versuchen ihr Glück oder auch Können mittlerweile auf Online-Pokerseiten. Auch wenn das Spiel um Geld im Internet illegal ist, ganz gleich ob Roulette oder Texas-Hold-Em’, die Zahl der Spieler steigt stetig.
Besonders anfällig für kriminelle Machenschaften, sind die Bereiche wie Online-Banking, Auktionshäuser oder Online Shopping Portale, bei denen es überwiegend um finanzielle Transaktionen geht. Dazu gehört auch Online Poker.
Während im normalen Pokerspiel bei Freunden und Bekannten, höchstens ein Kartentrickbetrüger dem Spielspaß ein schnelles Ende bereiten kann, birgt das Internet deutlich mehr Gefahren, die nur die wenigstens Poker-Spieler wirklich realistisch einschätzen und sich, falls möglich, davor schützen.
Zufallsgenerator statt menschlicher Dealer
Bild: alexindigo | Lizenz |
Nicht mehr ein Mensch, sondern ein sogenannter RNG, die englische Abkürzung für Zufallsgenerator, ist für das Mischen und Verteilen der Karten zuständig. Dieser Prozess ist für den Poker-Spieler nicht nachvollziehbar.
Zwar lassen die meisten Online-Pokerseiten ihren Zufallsgenerator von einem unabhängigen Institut wie iTech Labs in Australien überprüfen, doch auch wenn es Paranoid klingen sollte: Es wäre rein technisch trotzdem möglich, den Algorithmus des Zufallsgenerators kurzfristig zu modifizieren, sodass die Verteilung der Karten für einen kurzen Zeitraum doch nicht so zufällig sind.
Nicht nur Poker-Fische können gephischt werden
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Nicht nur Online-Banking Kunden sind Ziel der zahlreichen Phishing-Attacken, also dem Erlangen von Login-Informationen durch unlautere Methoden.
Ist der Benutzername und das Passwort erst mal in den Händen des Angreifers ist es ein Leichtes für diesen, das komplette Geld auf dem Poker-Konto des Geschädigten, an einen ausgewählten Spieler zu “verlieren”; also auf sein eigenes Konto zu transferieren.
Besonders gefährlich wird dies, wenn der Spieler dem Online-Poker-Raum die Durchführung einer Lastschrift gestattet hat. So kann der Angreifer auch noch diesen Betrag, bis zum erreichen des täglichen Limits, abgreifen.
Schützen kann man sich nur durch aktuelle Antivirenprogramme und Firewalls. High-Roller, deren richtiger Name bekannt ist, könnten gleichzeitig Opfer von Social Engineering “Experten” werden, die versuchen durch Spionage im persönlichen Umfeld an die Login-Informationen zu kommen.
Angriff auf Poker-Server
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Kein Mensch kann die Sicherheit eines PC-Systems garantieren. Cracker könnten sich eventuell illegal Zugriff auf einen Pokerserver verschaffen und von dort aus Spiele manipulieren. Auch wenn ein solcher Fall bisher bei noch keinem großen Online-Pokerraum gemeldet wurde, besteht grundsätzlich immer die Gefahr!
Bekannt hingegen ist, dass kriminelle Organisationen Pokerräume mit der Ausführung einer Distributed Denial of Service Attacke drohen, bei dem sehr viele Rechner ferngesteuert, gleichzeitig auf die Server der Pokerseite zugreifen und diese somit lahm legen. Ein solcher Angriff wurde auch schon beobachtet.
Für die Betreiber der Seiten lohnt es sich höchstwahrscheinlich den geforderten Betrag zu zahlen, da der mit dem Ausfall verbundene Verlust, einen viel größeren Schaden anrichten würde.
Die Geldgier der Mitarbeiter
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Um Programmfehler aufzudecken und zu analysieren haben einige Pokerräume in der Startphase des Unternehmens sogenannte Superuser eingerichtet, mit denen es möglich war jede Hole Card einzusehen.
Sobald das Spiel aber wirklich mit richtigen Spielern in die Live-Phase geht, sollte diese Möglichkeit natürlich unterbunden werden! In mindestens einem Pokerraum ist dies nicht geschehen!
Da ein Bericht über die bisherigen Betrugsfälle im Online-Poker den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, wird bald – hier auf Bankroll.de – einen gesonderten Text zu dieser Thematik erscheinen.
Was bedeutet das? Wie kann man sich schützen?
Für den Spieler gibt es nur die Möglichkeit seine Seite des Spiels technisch möglichst gut zu sichern. Hier einige Tipps:
- aktueller Virenscanner
Schützt i.d.R. gegen ausführbare Dateien mit schadhaften Code - Firewall
Unterbindet ungewollte Verbindungen und zeigt, welche Programme auf das Internet zugreifen wollen. - Keine Links aus dem Chat der Pokersoftware besuchen
Du übermittelst dem Spieler/potenziellen Angreifer damit deine IP-Adresse / ungefähre geographische Position / Betriebssystem / Browserversion usw.
Sollte dein Rechner ungesichert sein, wird es für die Gegenseite sehr leicht sein auf das System zuzugreifen. - Sicheres Passwort
Ein sicheres Passwort, erschwert eine sogenannte Bruteforce Attacke, welche nach und nach jede Passwortmöglichkeit durchprobiert ungemein. Ein sicheres Passwort besteht aus kleinen sowie großen Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen und sollte relativ lang sein.
Es ist nicht möglich sich vor Betrug seitens des Raumes zu schützen. Die einzige Einflussmöglichkeit des Spielers besteht in der Wahl des Raumes. Eine Empfehlung kann ich hier nicht aussprechen. Letztendlich ist das Online-Spiel eine Frage des Vertrauens: Welchem Unternehmen vertraut man seine Daten und die Sicherheit des Geldes an?
Diese Entscheidung muss jeder Pokerspieler selber treffen. Meine Empfehlung ist hier lediglich, sich nicht durch hohe Boni zu einer Einzahlung auf einer unbekannten Seite verleiten zu lassen. Schon gar nicht, wenn der Link zu solch einem Bonus in einer Spam-Mail zu finden ist.
Auch wenn es keine Garantie gibt: Die hoch frequentierten Seiten, haben mehr finanzielle Möglichkeiten und auch ein höheres Interesse daran, in die Sicherheit des Spiels zu investieren. Schließlich gibt es einen Ruf zu verlieren und nur ein einziger Betrugsfall, würde sicherlich zu erheblichen Gewinneinbußen durch die Abwanderung von Spielern führen.
Trotz all den Gefahren, die beim Online-Spiel lauern, wünsche ich viel Spaß und Erfolg bei der nächsten Poker-Session!
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http://www.bankroll.de/2008/10/30/virus-oder-trojaner-in-pokeroffice/ Bankroll.de – Poker 2.0 » Virus oder Trojaner in PokerOffice?
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