Legalität von Online-Poker in Deutschland

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Bild: mskogly | Lizenz

Glücksspiel wird in Deutschland staatlich reguliert. Neben den vier Sportwetten-Anbietern, die noch kurz vor der Wende von den DDR-Behörden in Berlin, Sachsen und Thüringen zugelassen wurden, bieten nur noch Spielhallen, Casinos und der deutsche Lotto- und Totoblock legal Glücksspiel an.

Pokerturniere, wie sie zum Teil in Gaststätten stattfinden, sind normalerweise auf einen maximalen Buy-In von 15 Euro beschränkt, wobei die gestellten Gewinne nicht aus diesem Geld bezahlt werden dürfen, sondern Sponsoren für die Kosten gefunden werden müssen. Ausnahmen gibt es höchstens in Absprache mit dem Ordnungsamt oder höheren Stellen.

Gesetzeslage in Deutschland

Eigentlich macht das Gesetz zwischen Online und “Offlineturnieren” keinen Unterschied, was bedeutet, dass jede Teilnahme an einem Spiel um Geld und vor allem das Angebot dieser, illegal und strafbar ist!

Die Paragraphen 284 und 285 des Strafgesetzbuches, welche ich hier zitieren möchte, geben mehr Auskunft.

§ 284 Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels
(1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.
(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1

1.    gewerbsmäßig oder
2.    als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat,

wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(4) Wer für ein öffentliches Glücksspiel (Absätze 1 und 2) wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 285 Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel
Wer sich an einem öffentlichen Glücksspiel (§ 284) beteiligt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.

Poker-Anbieter betreiben ihre Server deswegen größtenteils in Gegenden, wie den Niederländischen Antillen, Gibraltar oder auch auf der Isle of Man.

Diese Offshore-Finanzplätze oder auch Steuerparadise, eignen sich aufgrund der lockeren Gesetzgebung, ideal zu diesem Zweck.

Das Internet kennt keine Grenzen

Das Internet hingegen kennt bekanntlich keine Grenzen. Von IP-TV und Streaming-Angeboten ist zwar die “Geo-Blocking” Technologie bekannt, welche IP-Adressen aus dem Ausland blockiert, aber hier besteht das Interesse auf der Anbieterseite!

Pokerräume haben freilich kein Interesse an einer Sperrung ausländische IPs, da diese ja schließlich Umsätze generieren wollen und staatlich kann eine Sperre nur sehr schwer realisiert werden.

Und wer sich die Poker-Clienten mal etwas genauer ansieht, wird schnell feststellen, dass die Zahlungsmethoden teilweise explizit für den deutschen Raum implementiert wurden.

einzahlungsoptionen-pokerraum

 

Die hier rot hinterlegten Einzahlungsmethoden und insbesondere EC/ELV, giropay und Sofortüberweisung können ausschließlich von Deutschen genutzt werden.

Jeder kann es, keiner darf es

Zahlreiche, in Deutschland ansässige Profi-Pokerspieler, spielen mittlerweile ganz offiziell im Netz um Geld und fürchten anscheinend keine Konsequenzen.

Schließlich wurde Poker in den letzten Jahren zum Massenphänomen. Online-Pokerräume werben massiv mit ihren Spielgeldportalen. Hier ist die Werbung erlaubt, doch um auf die Seite mit dem echten Geld zu gelangen, reicht es normalerweise schon aus die .net Domainendung in .com zu ändern. Den Werbern ist dies sicherlich bewusst.

Deutsche Behörden ratlos?

Anscheinend wissen deutsche Behörden nicht mit dem Problem umzugehen. Dabei wünschen sich viele Pokerspieler nichts anderes, als ein System, dem sie vertrauen können und welches nicht unbedingt auf einer Insel mit nahezu ungreifbarem Rechtssystem betrieben wird.

Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland ist das Glückspiel ganz klar reguliert und sogar Online-Pokerräume können mit einer Casino-Lizenz legal betrieben werden.

Alle deutschen Pokerspieler in die Illegalität zu drängen, wird auf Dauer sicher auch keine Lösung sein.

Nur mal Angenommen ein deutsches Casino oder sogar Lotto würde einen eigenen, von Staat und Gesetz genehmigten Pokerraum betreiben, könnten damit gigantische Steuereinnahmen generiert werden.

Was denkst du? Soll Poker illegal bleiben? Sollte Deutschland eine Regelung finden?

  • Michael

    Meiner Meinung nach, hat der Staat nur zwei Möglichkeiten, wenn er vor mir nicht als Vollidiot dar stehen will:
    1. Legalisieren (mega Steuereinnahmen)
    2. Pokerspieler zur Rechenschaft ziehen

    Da die 2. Alternative aber organisatorisch nicht möglich ist (und für uns natürlich auch schrecklich), bleibt nur noch die Legalisierung um sich nicht die imensen möglichen Steuereinnahmen durch die Finger fließen zu lassen. Oder kennt ihr jemanden, der kein Online Poker spielt, weil es illegal ist?

  • Michael

    Meiner Meinung nach, hat der Staat nur zwei Möglichkeiten, wenn er vor mir nicht als Vollidiot dar stehen will:
    1. Legalisieren (mega Steuereinnahmen)
    2. Pokerspieler zur Rechenschaft ziehen

    Da die 2. Alternative aber organisatorisch nicht möglich ist (und für uns natürlich auch schrecklich), bleibt nur noch die Legalisierung um sich nicht die imensen möglichen Steuereinnahmen durch die Finger fließen zu lassen. Oder kennt ihr jemanden, der kein Online Poker spielt, weil es illegal ist?

  • http://www.bankroll.de/2008/11/18/warum-die-ceos-fhrender-glcksspielunternehmen-lieber-zuhause-bleiben-sollten/ Bankroll.de – Poker 2.0 » Warum die CEOs führender Glücksspielunternehmen lieber zuhause bleiben sollten

    [...] auf Bankroll.de wurde bereits über die Glücksspiel Rechtslage in Deutschland [...]

  • Fehldruck

    Ich bin Profispieler, habe eine Zeitlang online gespielt und kräftig verdient. Dann aber habe ich es sein lassen, seit dem spiele ich nicht mehr online. 2 Gründe:

    1) Durch online-Spielen unterstütze ich die Pokersucht von vielen kranken Spielern, die nichts anderes tun, als Geld zu verlieren und deren zeit mit online-Gambling zu verschwenden, Stichwort Ressourcen-Verschwendung. So gehen also Familien und Gesellschaftliche Strukturen kaputt.

    2) Es hat zu viel von meiner Zeit in Anspruch genommen. In dieser Zeit finde ich es viel wichtiger, mich weiterzubilden und Zeit mit meier Familie zu verbringen. Ausserdem ist es angeblich verboten.

    Fazit: Poker ist ein geniales, aber auch gefährliches Spiel. Für mich wäre es ideal, wenn es einen gesetzlich regulierten Rahmen gäbe, wo spielsüchtige, die nichts anderes im Sinn haben, davon abgehalten werden, zu spielen. Sie verkürzen dadurch nur ihr eigenes Leben, längerfristig gesehen. Dann hätte ich auch keine Gewissensprobleme, das Spiel online gegen unbekannte zu spielen, wenn ich mir sicher sein kann, es sind nur “normale” Spieler dabei, die nicht unbedingt Geld gewinnen, aber die keine grossen Verluste machen, weil sie nur Gelegentlich zur Unterhaltung spielen, so ähnlich wie Lotto.

    In dem Fall würde ich mich sehen als ein Anbieter, der Geld verdient, indem er anderen ermöglicht, Geld aufs Spiel zu setzen, damit sie Gelegentlich etwas gewinnen können, aber auf dauer nur verlieren werden, was aber nicht schlimm ist, wenn sie es nur “Gelegentlich zur Unterhaltung” machen.

    Was meint ihr dazu?
    Wäre sehr Dankbar für ehrliche Meinungen.

  • Fehldruck

    Ich bin Profispieler, habe eine Zeitlang online gespielt und kräftig verdient. Dann aber habe ich es sein lassen, seit dem spiele ich nicht mehr online. 2 Gründe:

    1) Durch online-Spielen unterstütze ich die Pokersucht von vielen kranken Spielern, die nichts anderes tun, als Geld zu verlieren und deren zeit mit online-Gambling zu verschwenden, Stichwort Ressourcen-Verschwendung. So gehen also Familien und Gesellschaftliche Strukturen kaputt.

    2) Es hat zu viel von meiner Zeit in Anspruch genommen. In dieser Zeit finde ich es viel wichtiger, mich weiterzubilden und Zeit mit meier Familie zu verbringen. Ausserdem ist es angeblich verboten.

    Fazit: Poker ist ein geniales, aber auch gefährliches Spiel. Für mich wäre es ideal, wenn es einen gesetzlich regulierten Rahmen gäbe, wo spielsüchtige, die nichts anderes im Sinn haben, davon abgehalten werden, zu spielen. Sie verkürzen dadurch nur ihr eigenes Leben, längerfristig gesehen. Dann hätte ich auch keine Gewissensprobleme, das Spiel online gegen unbekannte zu spielen, wenn ich mir sicher sein kann, es sind nur “normale” Spieler dabei, die nicht unbedingt Geld gewinnen, aber die keine grossen Verluste machen, weil sie nur Gelegentlich zur Unterhaltung spielen, so ähnlich wie Lotto.

    In dem Fall würde ich mich sehen als ein Anbieter, der Geld verdient, indem er anderen ermöglicht, Geld aufs Spiel zu setzen, damit sie Gelegentlich etwas gewinnen können, aber auf dauer nur verlieren werden, was aber nicht schlimm ist, wenn sie es nur “Gelegentlich zur Unterhaltung” machen.

    Was meint ihr dazu?
    Wäre sehr Dankbar für ehrliche Meinungen.

  • Mathias

    Hallo!

    Ein wirklich interessanter Kommentar…
    Deinem Fazit: “Poker ist ein geniales, aber auch gefährliches Spiel.” kann ich nur zustimmen. Leider gibt es viele Menschen die es nicht schaffen, früh genug aufzuhören, wenn Sie viel Geld (und vielleicht noch mehr…Familie etc.) verlieren. Allerdings verstehe ich folgendes nicht ganz: Du bist Profispieler und spielst nicht mehr online? Das heißt, Du spielst nur im Casino? Dann kann ich den Faktor Zeit nicht ganz nachvollziehen, denn im Casino spielt man ja weniger Hände und es gibt An- und Abfahrt?! Würde zur Folge haben, dass Du in Deinem “Job” weniger verdienst. Oder hast Du ganz aufgehört mit dem professionellen spielen?

    Grüße,
    Mathias

  • Mathias

    Hallo!

    Ein wirklich interessanter Kommentar…
    Deinem Fazit: “Poker ist ein geniales, aber auch gefährliches Spiel.” kann ich nur zustimmen. Leider gibt es viele Menschen die es nicht schaffen, früh genug aufzuhören, wenn Sie viel Geld (und vielleicht noch mehr…Familie etc.) verlieren. Allerdings verstehe ich folgendes nicht ganz: Du bist Profispieler und spielst nicht mehr online? Das heißt, Du spielst nur im Casino? Dann kann ich den Faktor Zeit nicht ganz nachvollziehen, denn im Casino spielt man ja weniger Hände und es gibt An- und Abfahrt?! Würde zur Folge haben, dass Du in Deinem “Job” weniger verdienst. Oder hast Du ganz aufgehört mit dem professionellen spielen?

    Grüße,
    Mathias

  • Markus

    Hi “Fehldruck”,

    deine Angst kranke Pokerspieler im Internet abzuzocken ist durchaus berechtigt.

    Man könnte dies entweder ignorieren und sich sagen, dass diese Menschen so oder so – auch ganz ohne dein Zutun – das Geld verlieren würden oder man nimmt ganz Abstand vom Online-Poker.

    Für einen Profi-Pokerspieler ist die zweite Variante natürlich ein erheblicher Einschnitt und bei aktivem Casinospiel müssten höchstwahrscheinlich die Limits um einiges erhöht werden, um die bisherigen Summen einzuspielen.

    Da wir ja alle wissen, dass Poker nur “on the long run” für Profispieler auch profitabel ist, halte ich die Casino-Variante für suboptimal. Es sei denn, du reist jeden Tag von Casino zu Casino.

    Aber auch dort wird es Spieler geben, die das Haushaltsgeld ihrer Familie verspielen. Einem Profispieler muss eben bewusst sein, dass seine Gewinne die Verluste anderer sind.

    Deinen Ansatz eine staatlich kontrollierten Poker-Raum zu starten finde ich sehr, sehr gut. So könnte man wirklich garantieren, dass ZUMINDEST DORT auf lange Sicht spielsüchtige Menschen ausgefiltert werden können.

    Nur leider sieht das ja die Regierung/Lotto nicht so und führt anstatt dessen lieber ein neues Lottosystem (Euro-Lotto) ein, bei dem man wöchentlich mindestens 10 Millionen gewinnen kann.
    Begründet wird dies durch das angeblich neue, attraktive Angebot, welches Spieler in Deutschland von den illegalen Glücksspielen im Internet wegbringen wird. Nur weil es dort so einen hohen Jackpot gibt. Lächerlich wie ich finde.

    Ich find es auf jeden Fall gut, dass es noch Pokerspieler wie dich gibt, die sich trotz Gewinne über ihr eigenes Handeln gedanken machen. Doch gesellschaftliche Strukturen wirst du durch dein Spiel nicht zerstören. Wenn du nicht gewinnst, wird es ein anderer für dich übernehmen.

  • Markus

    Hi “Fehldruck”,

    deine Angst kranke Pokerspieler im Internet abzuzocken ist durchaus berechtigt.

    Man könnte dies entweder ignorieren und sich sagen, dass diese Menschen so oder so – auch ganz ohne dein Zutun – das Geld verlieren würden oder man nimmt ganz Abstand vom Online-Poker.

    Für einen Profi-Pokerspieler ist die zweite Variante natürlich ein erheblicher Einschnitt und bei aktivem Casinospiel müssten höchstwahrscheinlich die Limits um einiges erhöht werden, um die bisherigen Summen einzuspielen.

    Da wir ja alle wissen, dass Poker nur “on the long run” für Profispieler auch profitabel ist, halte ich die Casino-Variante für suboptimal. Es sei denn, du reist jeden Tag von Casino zu Casino.

    Aber auch dort wird es Spieler geben, die das Haushaltsgeld ihrer Familie verspielen. Einem Profispieler muss eben bewusst sein, dass seine Gewinne die Verluste anderer sind.

    Deinen Ansatz eine staatlich kontrollierten Poker-Raum zu starten finde ich sehr, sehr gut. So könnte man wirklich garantieren, dass ZUMINDEST DORT auf lange Sicht spielsüchtige Menschen ausgefiltert werden können.

    Nur leider sieht das ja die Regierung/Lotto nicht so und führt anstatt dessen lieber ein neues Lottosystem (Euro-Lotto) ein, bei dem man wöchentlich mindestens 10 Millionen gewinnen kann.
    Begründet wird dies durch das angeblich neue, attraktive Angebot, welches Spieler in Deutschland von den illegalen Glücksspielen im Internet wegbringen wird. Nur weil es dort so einen hohen Jackpot gibt. Lächerlich wie ich finde.

    Ich find es auf jeden Fall gut, dass es noch Pokerspieler wie dich gibt, die sich trotz Gewinne über ihr eigenes Handeln gedanken machen. Doch gesellschaftliche Strukturen wirst du durch dein Spiel nicht zerstören. Wenn du nicht gewinnst, wird es ein anderer für dich übernehmen.

  • Fehldruck

    Hi zusammen,
    danke für die Rückmeldungen.
    Ich spiele nicht im Casino.
    Ich spiele einfach gar nicht mehr Poker, nur sehr selten (1x alle 2 Monate) in live Turnieren mit geringen Einsätzen (30€) zum spass. Auch hier habe ich bereits einen LCD Fernseher gewonnen, doch hier ist die Gewinnaussicht deutlich geringer als bei cash-Games (wie gesagt, Profispieler gewinnen vom statistischen spielen, also multitable online).

    Ich finde, es sollte sowas wie ein Gesetz geben, dass Pokergewinne vom Online-zocken zum grossen Teil an humanitäre Organisationen oder für wohltätige Zwecke gespendet werden müssten.
    Ich überlege mir, ob es vertretbar wäre, ab und zu (1x die Woche) online zu spielen, und 80% des Gewinns zu spendieren.

    Dann wäre das kein schmutziges Geld mehr, sondern das Geld von denen, die Probleme haben, wird wieder eingesetzt und gelangt an denen, die noch ernstere Probleme haben (Hunger, Krankheit).

    Wie sieht ihr das?

  • Fehldruck

    Hi zusammen,
    danke für die Rückmeldungen.
    Ich spiele nicht im Casino.
    Ich spiele einfach gar nicht mehr Poker, nur sehr selten (1x alle 2 Monate) in live Turnieren mit geringen Einsätzen (30€) zum spass. Auch hier habe ich bereits einen LCD Fernseher gewonnen, doch hier ist die Gewinnaussicht deutlich geringer als bei cash-Games (wie gesagt, Profispieler gewinnen vom statistischen spielen, also multitable online).

    Ich finde, es sollte sowas wie ein Gesetz geben, dass Pokergewinne vom Online-zocken zum grossen Teil an humanitäre Organisationen oder für wohltätige Zwecke gespendet werden müssten.
    Ich überlege mir, ob es vertretbar wäre, ab und zu (1x die Woche) online zu spielen, und 80% des Gewinns zu spendieren.

    Dann wäre das kein schmutziges Geld mehr, sondern das Geld von denen, die Probleme haben, wird wieder eingesetzt und gelangt an denen, die noch ernstere Probleme haben (Hunger, Krankheit).

    Wie sieht ihr das?

  • Mathias

    Hallo “Fehldruck”!

    Wenn Du für Dich selbst entscheidest einen großen Teil möglicher Gewinne zu spenden, finde ich das in Ordnung. Es ist allein Deine Entscheidung, was Du mit Deinem Geld machst. Ein Gesetz allerdings, was einen Online-Spieler dazu verpflichtet einen großen Teil seiner Gewinne wieder abzugeben (für welchen Zweck auch immer), finde ich äußerst bedenklich! Diese Idee geht mir ein wenig zu weit. Poker (im Casino oder auch Online) ist Glücksspiel und Gewinne daraus sind “abgabenfrei”. Wenn sich das ändert, würde das Spiel einen seiner Reize verlieren.

    Grüße,
    Mathias

  • Mathias

    Hallo “Fehldruck”!

    Wenn Du für Dich selbst entscheidest einen großen Teil möglicher Gewinne zu spenden, finde ich das in Ordnung. Es ist allein Deine Entscheidung, was Du mit Deinem Geld machst. Ein Gesetz allerdings, was einen Online-Spieler dazu verpflichtet einen großen Teil seiner Gewinne wieder abzugeben (für welchen Zweck auch immer), finde ich äußerst bedenklich! Diese Idee geht mir ein wenig zu weit. Poker (im Casino oder auch Online) ist Glücksspiel und Gewinne daraus sind “abgabenfrei”. Wenn sich das ändert, würde das Spiel einen seiner Reize verlieren.

    Grüße,
    Mathias

  • Fehldruck

    Hi Mathias,
    Poker ist für profis alles andere als ein Glücksspiel. Auch für die “Verlierer” ist es kein Glücksspiel, weil sie ja andauernd spielen und zufällige Gewinne (ja, eine Hand ist immer 100% Glück) sofort wieder einsetzen, in der naiven Hoffnung, noch mehr zu gewinnen.

    Daher wäre ich sehr dafür, wenn es eine staatliche Regelung gäbe, die Profi-Pokerspieler
    dazu zwingt, einen grossen Teil der Gewinne für wohltätige Zwecke zu spenden.

    Der Grund ist der: ich finde, es ist total unmenschlich, ein Luxusleben als Profispieler zu geniessen, das aus den Geldverlusten anderer Menschen entsteht, die weniger schlau sind und ständig ihr Geld in der Spielsucht verlieren.

    Sogar die Hälfte des Geldes, das ich in der Zeit als Onlinespieler monatlich verdient hatte, würde immer noch ausreichen, um eine Familie mit mehreren Kindern im Wohlstand zu ernähren.

    Aber die meisten Menschen, die leichtes Geld gewinnen, sind leider gierig und wollen nur noch mehr, anstatt es zu teilen…

    Deshalb ist Poker in der Art, wie es heute gespielt wird, kritisch zu betrachten.

  • Fehldruck

    Hi Mathias,
    Poker ist für profis alles andere als ein Glücksspiel. Auch für die “Verlierer” ist es kein Glücksspiel, weil sie ja andauernd spielen und zufällige Gewinne (ja, eine Hand ist immer 100% Glück) sofort wieder einsetzen, in der naiven Hoffnung, noch mehr zu gewinnen.

    Daher wäre ich sehr dafür, wenn es eine staatliche Regelung gäbe, die Profi-Pokerspieler
    dazu zwingt, einen grossen Teil der Gewinne für wohltätige Zwecke zu spenden.

    Der Grund ist der: ich finde, es ist total unmenschlich, ein Luxusleben als Profispieler zu geniessen, das aus den Geldverlusten anderer Menschen entsteht, die weniger schlau sind und ständig ihr Geld in der Spielsucht verlieren.

    Sogar die Hälfte des Geldes, das ich in der Zeit als Onlinespieler monatlich verdient hatte, würde immer noch ausreichen, um eine Familie mit mehreren Kindern im Wohlstand zu ernähren.

    Aber die meisten Menschen, die leichtes Geld gewinnen, sind leider gierig und wollen nur noch mehr, anstatt es zu teilen…

    Deshalb ist Poker in der Art, wie es heute gespielt wird, kritisch zu betrachten.

  • Markus

    Hi Fehldruck,

    nochmals vielen Dank für deinen Kommentar.

    Zwar find ich die Absichten, die du mit deinem Vorschlag verfolgst
    immer noch gut und nobel, aber realisierbar ist das ganze
    höchstwahrscheinlich nicht. Außerdem halte ich persönlich eine
    Zwangsabgabe für unsinnig.

    Angenommen ein solches Gesetz würde verabschiedet werden, nachdem ein
    staatlich kontrollierter Pokerraum ins Leben gerufen wurde. Jeder
    Spieler würde dann wieder zu illegalen Angeboten aus dem Ausland
    greifen.

    Außerdem entstehen die Gewinne beim Poker ja nicht ausschließlich
    durch die Ausnutzung süchtiger Spieler. Oft spielen auch Profis
    gegeneinander und dann entscheidet wer vielleicht doch etwas mehr
    Erfahrung sammeln konnte oder ganz einfach das Glück.

    Aus diesen Gewinnen einen Teil zu entwenden ist irgendwie
    ungerechtfertigt. Besonders mit dem Hintergrund, dass Profispieler
    auch Rücklagen aus guten Zeiten benötigen, um bei einem
    lang anhaltenden Downswing das nötige Kleingeld haben.

    Nur weil EINIGE Profispieler Gewinne im fünf-, sechs- oder
    siebenstelligen Bereich gewinnen, heißt noch lange nicht, dass jeder
    Spieler mit professionellen Ambitionen auch diese Summen einfährt.
    Für manche ist es auch einfach eine Art die monatliche Internet- oder
    Mobilfunkrechnung zu begleichen.

    Ein anderer Ansatz wäre, die Gewinne der Spieler ganz einfach zu
    versteuern. So wie bei jedem anderen Beruf auch. In den Staaten wird
    das gemacht, weil Poker dort – im Gegensatz zu Black Jack oder
    Roulette – als Skill-Game angesehen wird. Da das Pokerspiel um höhere
    Beträge (mit Ausnahme von Casinos) in Deutschland sowieso generell
    verboten ist, erübrigt sich hier die Option.

    Die meiner Meinung nach sinnigste Variante wäre, spielsüchtige
    Pokerspieler automatisch zu sperren. Ein Algorithmus dafür wäre sehr
    einfach zu entwickeln. Natürlich haben daran die Pokerräume kein
    Interesse. Unter staatlicher Aufsicht wäre so etwas aber denkbar.

    Ich denke trotz unterschiedlicher Meinung was die Verwendung der
    Gewinne angeht, wollen wir beide das gleiche: Ein Pokerspiel auf
    professionellem Niveau bei dem keine Existenzen und Familien zerstört
    werden. Mir fällt aber leider kein denkbares Szenario ein dies
    umzusetzen. Es mag noch so viele Sperren und Gesetze geben. Wer in
    Deutschland spielen will spielt.

  • Markus

    Hi Fehldruck,

    nochmals vielen Dank für deinen Kommentar.

    Zwar find ich die Absichten, die du mit deinem Vorschlag verfolgst
    immer noch gut und nobel, aber realisierbar ist das ganze
    höchstwahrscheinlich nicht. Außerdem halte ich persönlich eine
    Zwangsabgabe für unsinnig.

    Angenommen ein solches Gesetz würde verabschiedet werden, nachdem ein
    staatlich kontrollierter Pokerraum ins Leben gerufen wurde. Jeder
    Spieler würde dann wieder zu illegalen Angeboten aus dem Ausland
    greifen.

    Außerdem entstehen die Gewinne beim Poker ja nicht ausschließlich
    durch die Ausnutzung süchtiger Spieler. Oft spielen auch Profis
    gegeneinander und dann entscheidet wer vielleicht doch etwas mehr
    Erfahrung sammeln konnte oder ganz einfach das Glück.

    Aus diesen Gewinnen einen Teil zu entwenden ist irgendwie
    ungerechtfertigt. Besonders mit dem Hintergrund, dass Profispieler
    auch Rücklagen aus guten Zeiten benötigen, um bei einem
    lang anhaltenden Downswing das nötige Kleingeld haben.

    Nur weil EINIGE Profispieler Gewinne im fünf-, sechs- oder
    siebenstelligen Bereich gewinnen, heißt noch lange nicht, dass jeder
    Spieler mit professionellen Ambitionen auch diese Summen einfährt.
    Für manche ist es auch einfach eine Art die monatliche Internet- oder
    Mobilfunkrechnung zu begleichen.

    Ein anderer Ansatz wäre, die Gewinne der Spieler ganz einfach zu
    versteuern. So wie bei jedem anderen Beruf auch. In den Staaten wird
    das gemacht, weil Poker dort – im Gegensatz zu Black Jack oder
    Roulette – als Skill-Game angesehen wird. Da das Pokerspiel um höhere
    Beträge (mit Ausnahme von Casinos) in Deutschland sowieso generell
    verboten ist, erübrigt sich hier die Option.

    Die meiner Meinung nach sinnigste Variante wäre, spielsüchtige
    Pokerspieler automatisch zu sperren. Ein Algorithmus dafür wäre sehr
    einfach zu entwickeln. Natürlich haben daran die Pokerräume kein
    Interesse. Unter staatlicher Aufsicht wäre so etwas aber denkbar.

    Ich denke trotz unterschiedlicher Meinung was die Verwendung der
    Gewinne angeht, wollen wir beide das gleiche: Ein Pokerspiel auf
    professionellem Niveau bei dem keine Existenzen und Familien zerstört
    werden. Mir fällt aber leider kein denkbares Szenario ein dies
    umzusetzen. Es mag noch so viele Sperren und Gesetze geben. Wer in
    Deutschland spielen will spielt.

  • Fehldruck

    Hi Markus,

    danke für die Antwort.
    1) Gewinne entstehen nach meiner Meinung nur durch die Ausnutzung süchtiger Spieler, da die Profis, die auch gegeneinander spielen, ihr Geld nicht durch noble Arbeit verdient haben, sondern sie haben es von schwacheren (süchtigen) Spielern gewonnen, die selbst wiederum ihr Geld entweder von süchtigen Spielern haben, oder selbst eingezahlt haben. Ich denke es wird niemals Poker geben, bei dem es nur um “sauberes Geld” geht.

    2) Klar braucht ein Spieler Rücklagen, was ich meine ist, dass ein Profispieler das Geld, welches er sich auszahlen lässt (im Rahmen eines nachhaltigen Bankroll Managements), nicht nur für sein (“Luxus”)leben ausgeben sollte, sondern einen fairen Anteil davon aus ethischen Gründen an humanitäre Organisationen spenden sollte.

    3) Wenn der Staat einen Pokerraum anbietet, bei dem Spielsüchtige automatisch gesperrt werden, dann würden “schlaue” Spieler dort nicht spielen, weil dort die Gewinnaussichten deutlich geringer sind, als bei ausländischen Anbietern, wo überwiegend schwache süchtige Spieler präsent sind. Auf langer Sicht würde hier nur der Staat davon Profitieren, durch die Rakes, weil Profis unter sich im wesentlichen nichts anderes tun, als ihr Geld unter sich zu verteilen, mal gewinnt der eine, dann wieder der andere. Natürlich gibt es immer Spieler, die noch besser Spielen, und auf sehr langer Sicht von anderen Profis gewinnen, aber die Gewinnaussichten wären hier, wie gesagt, deutlich geringer als bei traditionellen Anbietern.

    Deshalb betone ich weiterhin meinen Ansatz. Ich würde gerne nur zum Spass gelegentlich online spielen, und das Geld zu 100% spenden, doch meine Frau währt sich dagegen, mit dem Argument, dass es das gleiche ist, wie wenn ich ein Drogendealer wäre, der seinen Umsatz an Hilfsorganisationen spendet, nach dem Motto: “das Böse mit dem Bösen bekämpfen”.

    Dieses Argument hat zwar seine Berechtigung, doch ich bin mir nicht sicher, ob mein Ansatz vielleicht doch richtig und ethisch korrekt ist, denn für mich ist Spielsucht nicht das Gleiche, und bei weitem nicht so schlimm wie Alkohol- oder Drogensucht. Was meint ihr dazu?

  • Fehldruck

    Hi Markus,

    danke für die Antwort.
    1) Gewinne entstehen nach meiner Meinung nur durch die Ausnutzung süchtiger Spieler, da die Profis, die auch gegeneinander spielen, ihr Geld nicht durch noble Arbeit verdient haben, sondern sie haben es von schwacheren (süchtigen) Spielern gewonnen, die selbst wiederum ihr Geld entweder von süchtigen Spielern haben, oder selbst eingezahlt haben. Ich denke es wird niemals Poker geben, bei dem es nur um “sauberes Geld” geht.

    2) Klar braucht ein Spieler Rücklagen, was ich meine ist, dass ein Profispieler das Geld, welches er sich auszahlen lässt (im Rahmen eines nachhaltigen Bankroll Managements), nicht nur für sein (“Luxus”)leben ausgeben sollte, sondern einen fairen Anteil davon aus ethischen Gründen an humanitäre Organisationen spenden sollte.

    3) Wenn der Staat einen Pokerraum anbietet, bei dem Spielsüchtige automatisch gesperrt werden, dann würden “schlaue” Spieler dort nicht spielen, weil dort die Gewinnaussichten deutlich geringer sind, als bei ausländischen Anbietern, wo überwiegend schwache süchtige Spieler präsent sind. Auf langer Sicht würde hier nur der Staat davon Profitieren, durch die Rakes, weil Profis unter sich im wesentlichen nichts anderes tun, als ihr Geld unter sich zu verteilen, mal gewinnt der eine, dann wieder der andere. Natürlich gibt es immer Spieler, die noch besser Spielen, und auf sehr langer Sicht von anderen Profis gewinnen, aber die Gewinnaussichten wären hier, wie gesagt, deutlich geringer als bei traditionellen Anbietern.

    Deshalb betone ich weiterhin meinen Ansatz. Ich würde gerne nur zum Spass gelegentlich online spielen, und das Geld zu 100% spenden, doch meine Frau währt sich dagegen, mit dem Argument, dass es das gleiche ist, wie wenn ich ein Drogendealer wäre, der seinen Umsatz an Hilfsorganisationen spendet, nach dem Motto: “das Böse mit dem Bösen bekämpfen”.

    Dieses Argument hat zwar seine Berechtigung, doch ich bin mir nicht sicher, ob mein Ansatz vielleicht doch richtig und ethisch korrekt ist, denn für mich ist Spielsucht nicht das Gleiche, und bei weitem nicht so schlimm wie Alkohol- oder Drogensucht. Was meint ihr dazu?

  • erkan

    hi,echt coole komentare ich habe auch vor geraumer zeit angefangen online zu zocken bei pokerstars mir ging es eigentlich nur darum mich online bei stefan raab pokernacht zu qualifizieren blos früher waren es nur freeroll turniere mitlerweile hat pokerstars natürlich die potenzial endeckt zum zocker locken mann muss quasi um echtgeld spielen dann kriegt mann punkte heist fpp mit den kann mann sich dann bei tv total pokernacht qualiefizieren deswegen habe ich angefangen um geld zu spielen ehlich gesagt macht es mir halt auch sehr spass aber ich gebe by fehldruck recht seit ich zocke hängt mein familienleben bischen dahinter bin verheiratet habe 2kinder hatte auch schon streit mit meine frau und ich habe begriffen das es kein sinn macht online zu zocken ich werde damit aufhören ich habe auch absolut kein vertauen an dieser pökerstars da ist einfach keine transparenz womöglich haben die ihre eigenen spieler wie ich zum teil verloren habe war sehr misteriös die behörden müssen da auf jeden fall eine lösüng finden die schauen zu wie aber milionen einfach an irgendwelche inseln runter fliesen das ist nunmal geld was die deutsche wirschaft erwirtschaftet und so einfach durch kranke spieler verzockt wird ich musste das einfach loswerden jetzt geht es mir schon besser würde mich über rückkomentare sehr freuen.l.g erkan

  • erkan

    hi,echt coole komentare ich habe auch vor geraumer zeit angefangen online zu zocken bei pokerstars mir ging es eigentlich nur darum mich online bei stefan raab pokernacht zu qualifizieren blos früher waren es nur freeroll turniere mitlerweile hat pokerstars natürlich die potenzial endeckt zum zocker locken mann muss quasi um echtgeld spielen dann kriegt mann punkte heist fpp mit den kann mann sich dann bei tv total pokernacht qualiefizieren deswegen habe ich angefangen um geld zu spielen ehlich gesagt macht es mir halt auch sehr spass aber ich gebe by fehldruck recht seit ich zocke hängt mein familienleben bischen dahinter bin verheiratet habe 2kinder hatte auch schon streit mit meine frau und ich habe begriffen das es kein sinn macht online zu zocken ich werde damit aufhören ich habe auch absolut kein vertauen an dieser pökerstars da ist einfach keine transparenz womöglich haben die ihre eigenen spieler wie ich zum teil verloren habe war sehr misteriös die behörden müssen da auf jeden fall eine lösüng finden die schauen zu wie aber milionen einfach an irgendwelche inseln runter fliesen das ist nunmal geld was die deutsche wirschaft erwirtschaftet und so einfach durch kranke spieler verzockt wird ich musste das einfach loswerden jetzt geht es mir schon besser würde mich über rückkomentare sehr freuen.l.g erkan

  • Mathias

    Hallo “Fehldruck”!

    Deine Meinung erweckt in mir den Anschein, als würdest Du davon ausgehen, dass ein Großteil der Pokerspieler im Onlinegame spielsüchtig ist. Dies ist wohl kaum der Fall. Die meisten Spieler spielen, weil sie Spaß am Spiel haben, ihnen ist bewusst, dass sie Geld einsetzen, welches sie auch verlieren können. Sie haben ein gewisses Budget für Poker und setzen dieses ein. Selbst wenn sie Geld dabei verlieren, wird sie das nicht in den Ruin treiben (ich glaube man nennt es Bankrollmanagement). Es ist vielleicht nicht direkt vergleichbar, aber andere Hobbys kosten auch Geld, manche sogar sehr viel mehr, das sieht man beispielsweise an den Hobbys meiner Freundin: Segeln und Reiten!! Kommen wir zum Punkt “Luxusleben”: Deiner Meinung nach sollten also Profispieler einen hohen Anteil von ihrem Verdienst spenden, weil es unmoralisch ist mit viel Geld von anderen zu leben? Ich frage mich was Spitzenverdiener wie Fußballprofis oder Manager machen sollten? Ebenfalls einen Großteil ihrer Bezahlung spenden? Schließlich werden diese auch von Menschen mit deutlich weniger Geld bezahlt. Einige Fußballfans auf den Stehplätzen der Tribüne sind Hartz IV Empfänger, sie investieren ihr letztes Geld in “ihren” Verein und der Profi auf dem Platz führt auch von diesem Geld ein Luxusleben. Dann müsste er also auch eine Zwangsabgabe von seinem Gehalt machen? Oder willst Du gleich dem Hartz IV Empfänger den Besuch im Stadion verbieten weil er mit dem Geld was besseres machen könnte? Ich könnte noch hunderte von anderen Beispielen nennen, Fakt ist einfach, dass ich Deinen Ansichten in keiner Weise folgen kann. Ich finde sie völlig unrealistisch und weltfremd. Wie ich bereits erwähnt habe, wenn Du für DICH entscheidest Deinen Gewinn zu spenden, dann mach es. Alles andere ist Firlefanz.

    Viele Grüße,

    Mathias – Bubbleboy

  • Mathias

    Hallo “Fehldruck”!

    Deine Meinung erweckt in mir den Anschein, als würdest Du davon ausgehen, dass ein Großteil der Pokerspieler im Onlinegame spielsüchtig ist. Dies ist wohl kaum der Fall. Die meisten Spieler spielen, weil sie Spaß am Spiel haben, ihnen ist bewusst, dass sie Geld einsetzen, welches sie auch verlieren können. Sie haben ein gewisses Budget für Poker und setzen dieses ein. Selbst wenn sie Geld dabei verlieren, wird sie das nicht in den Ruin treiben (ich glaube man nennt es Bankrollmanagement). Es ist vielleicht nicht direkt vergleichbar, aber andere Hobbys kosten auch Geld, manche sogar sehr viel mehr, das sieht man beispielsweise an den Hobbys meiner Freundin: Segeln und Reiten!! Kommen wir zum Punkt “Luxusleben”: Deiner Meinung nach sollten also Profispieler einen hohen Anteil von ihrem Verdienst spenden, weil es unmoralisch ist mit viel Geld von anderen zu leben? Ich frage mich was Spitzenverdiener wie Fußballprofis oder Manager machen sollten? Ebenfalls einen Großteil ihrer Bezahlung spenden? Schließlich werden diese auch von Menschen mit deutlich weniger Geld bezahlt. Einige Fußballfans auf den Stehplätzen der Tribüne sind Hartz IV Empfänger, sie investieren ihr letztes Geld in “ihren” Verein und der Profi auf dem Platz führt auch von diesem Geld ein Luxusleben. Dann müsste er also auch eine Zwangsabgabe von seinem Gehalt machen? Oder willst Du gleich dem Hartz IV Empfänger den Besuch im Stadion verbieten weil er mit dem Geld was besseres machen könnte? Ich könnte noch hunderte von anderen Beispielen nennen, Fakt ist einfach, dass ich Deinen Ansichten in keiner Weise folgen kann. Ich finde sie völlig unrealistisch und weltfremd. Wie ich bereits erwähnt habe, wenn Du für DICH entscheidest Deinen Gewinn zu spenden, dann mach es. Alles andere ist Firlefanz.

    Viele Grüße,

    Mathias – Bubbleboy

  • Mathias

    @erkan

    Hallo!
    Ich muss Dich ein wenig korregieren, die Qualifikationsturniere zur Stefan Raab Pokernacht gibt es auch als komplette Freeroll-Turniere. Sicher hat man mehr Chancen, wenn man bei den Turnieren mit einem Gewissen Buy in spielt (Cash oder FPP´s), ist ja klar, denn der Platz wird genau durch diese Qualifikationsturnier finanziert. Du kannst also selbst und ohne Zwang entscheiden ob Du um Echtgeld spielst oder nicht. Immer alles auf die Onlineanbieter zu schieben ist wohl der falsche Weg. Ich sehe Poker als mein Hobby und dafür nehme ich mir eine gewisse Zeit in der Woche. Andere Hobbys nehmen ebenfalls Zeit in Beschlag, warum also nicht dieses. Wenn Du diese Regelung nicht mit Deinem Familienleben vereinbahren kannst, ist es sicher die richtige Entscheidung NICHT zu spielen. Zum Thema “Sicherheit beim Onlinespiel” hat Markus in einem anderen Artikel geschrieben. Zu guter Letzt möchte ich noch etwas zu Deinen Worten: “das ist nunmal geld was die deutsche wirschaft erwirtschaftet” anfügen. Sicher weißt Du, dass die Onlineanbieter ihre Homepages im Ausland betreiben. Das Geld was dort “erwirtschaftet” wird, gehöhrt also ganz und gar nicht der deutschen Wirtschaft, sondern dem Land in dem die Domain des Anbieters gemeldet ist.

    Viele Grüße,

    Mathias – Bubbleboy

  • Mathias

    @erkan

    Hallo!
    Ich muss Dich ein wenig korregieren, die Qualifikationsturniere zur Stefan Raab Pokernacht gibt es auch als komplette Freeroll-Turniere. Sicher hat man mehr Chancen, wenn man bei den Turnieren mit einem Gewissen Buy in spielt (Cash oder FPP´s), ist ja klar, denn der Platz wird genau durch diese Qualifikationsturnier finanziert. Du kannst also selbst und ohne Zwang entscheiden ob Du um Echtgeld spielst oder nicht. Immer alles auf die Onlineanbieter zu schieben ist wohl der falsche Weg. Ich sehe Poker als mein Hobby und dafür nehme ich mir eine gewisse Zeit in der Woche. Andere Hobbys nehmen ebenfalls Zeit in Beschlag, warum also nicht dieses. Wenn Du diese Regelung nicht mit Deinem Familienleben vereinbahren kannst, ist es sicher die richtige Entscheidung NICHT zu spielen. Zum Thema “Sicherheit beim Onlinespiel” hat Markus in einem anderen Artikel geschrieben. Zu guter Letzt möchte ich noch etwas zu Deinen Worten: “das ist nunmal geld was die deutsche wirschaft erwirtschaftet” anfügen. Sicher weißt Du, dass die Onlineanbieter ihre Homepages im Ausland betreiben. Das Geld was dort “erwirtschaftet” wird, gehöhrt also ganz und gar nicht der deutschen Wirtschaft, sondern dem Land in dem die Domain des Anbieters gemeldet ist.

    Viele Grüße,

    Mathias – Bubbleboy

  • Fehldruck

    Hi Mathias,

    Selbst wenn es keinen einzigen Spielsüchtigen gäbe finde ich es unethisch, vom Online-Poker zu leben, denn dadurch wird dieses Spiel weiterhin massiv gefördert, und die meisten werden mitgezogen. Millionen von Spieler vertreiben dadurch ihre Zeit und bilden sich deswegen nicht weiter — zumindest gehen sehr viele Resourcen dadurch verloren, denn die Leute spielen nicht gelegentlich, sondern täglich mehrere Stunden!
    Wenn sie diese Zeit sinnvoll investieren würden (weiterbilden, arbeiten, soziale Kontakte halten), so würden sie mehr Wissen und Erfahrung haben, welches sie in ihrem Leben einsetzen könnten.
    Das Spiel an sich finde ich weiterhin grossartig, aber es braucht sehr viel Selbstbeherrschung und Beurteilungsvermögen, um es nicht zu übertreiben.
    Ich spiele nur noch 1x die Woche Online-Poker abends, dabei nur sehr selten für Geld. Freeroll Turniere sind auch sehr spannend und eine tolle Alternative. Nur wenn ich in Geldnot wäre, würde ich es in Erwägung ziehen, mir das nötige Geld durch online zocken zu gewinnen.
    Lieber bleibe ich an meiner Karriere dran und arbeite als Ingenieur. Das hilft wenigstens anderen Menschen, anstatt denen zu schaden.
    Ich möchte an dieser Stelle allen Empfehlen, sich gründlich zu überlegen, was das Online-Poker in der Welt und bei einem selbst bewirkt, langfristig gesehen. Es wäre toll, wenn es für alle nur ein Gelegenheitsspiel wäre.

  • Fehldruck

    Hi Mathias,

    Selbst wenn es keinen einzigen Spielsüchtigen gäbe finde ich es unethisch, vom Online-Poker zu leben, denn dadurch wird dieses Spiel weiterhin massiv gefördert, und die meisten werden mitgezogen. Millionen von Spieler vertreiben dadurch ihre Zeit und bilden sich deswegen nicht weiter — zumindest gehen sehr viele Resourcen dadurch verloren, denn die Leute spielen nicht gelegentlich, sondern täglich mehrere Stunden!
    Wenn sie diese Zeit sinnvoll investieren würden (weiterbilden, arbeiten, soziale Kontakte halten), so würden sie mehr Wissen und Erfahrung haben, welches sie in ihrem Leben einsetzen könnten.
    Das Spiel an sich finde ich weiterhin grossartig, aber es braucht sehr viel Selbstbeherrschung und Beurteilungsvermögen, um es nicht zu übertreiben.
    Ich spiele nur noch 1x die Woche Online-Poker abends, dabei nur sehr selten für Geld. Freeroll Turniere sind auch sehr spannend und eine tolle Alternative. Nur wenn ich in Geldnot wäre, würde ich es in Erwägung ziehen, mir das nötige Geld durch online zocken zu gewinnen.
    Lieber bleibe ich an meiner Karriere dran und arbeite als Ingenieur. Das hilft wenigstens anderen Menschen, anstatt denen zu schaden.
    Ich möchte an dieser Stelle allen Empfehlen, sich gründlich zu überlegen, was das Online-Poker in der Welt und bei einem selbst bewirkt, langfristig gesehen. Es wäre toll, wenn es für alle nur ein Gelegenheitsspiel wäre.

  • Nadine

    @Fehldruck:

    ich habe deine Argumente jetzt über die gesamte Diskussion verfolgt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie nicht zu Ende gedacht sind.

    Langsam machst du mich echt aggressiv, denn ich habe den Eindruck, du möchtest die Welt durch eine rosarote Brille sehen, doch diese Welt gibt es nicht. Du musst, glaube ich, desillusioniert werden, so ist das Leben nicht!
    Die folgenden Argumente sind zwar alle schon mittelbar oder unmittelbar gefallen, aber ich muss doch noch einige Punkte aufgreifen. Anfänglich hatte ich den Eindruck, du seist einfach ein verantwortungsvoller Mensch, der sich über sein Handeln Gedanken macht, um sich über die Konsequenzen klar zu werden. Aber mittlerweile halte ich dich einfach für radikal.
    Der Umgang mit den vielen reizvollen, und zuweilen gefährlichen Dingen unserer Welt muss jeder Mensch lernen, eine Tabuisierung hilft da nicht weiter, da nur eine Konfrontation mit den Dingen unseren Umgang mit ihnen schulen kann. Die meisten Erfahrungen dieser Art machen wir im Kindes- und Jugendalter und einige müssen wir nicht mal selbst machen, es reicht wenn die Eltern (oder wer auch immer) uns über die Konsequenzen in Kenntnis setzen, nimm zum Beispiel Drogen, Sexualität, Gefahren des Straßenverkehrs oder der Benutzung neuer Medien (Internet), soziale Kompetenzen etc.. Wenn ich also mal Alkohol trinke bin ich dann direkt ein schlechtes Vorbild oder legitimiere ich den Missbrauch, beispielsweise durch Süchtige? Selbiges gilt wohl für meinen gelegentlichen Hunger auf einen Cheeseburger im Bezug auf Fettleibige…ich könnte noch tausende Beispiele anführen.
    Dein Argument mit den Abgaben finde ich auch unmöglich, aber auch hierzu wurde schon das Passende geschrieben: Spitzenverdiener, welcher Sparte auch immer, müssen auch keine Zwangsabgaben leisten! Und jeder Unternehmer profitiert vom Verlust Anderer, soviel also zu “sauberem” und “schmutzigem” Geld.
    Sein wir doch ehrlich und realistisch: Die Welt ist ungerecht (dieses allzu menschliche Maß, ist sowieso ungeeignet um das Leben in seiner Gesamtheit zu messen), es gibt immer Gewinner und Verlierer und es hat im Großteil der Fälle mit Glück zu tun auf welcher Seite man steht. Keiner von uns hat zum Beispiel was dafür getan, und doch hatten wir das Glück in diesem äußerst privilegierten Teil der Welt geboren zu werden! Ich würde mich auch nicht (nach westlichem Maßstäben) als reich bezeichnen, auch wenn ich in meinem Leben nichts vermissen muss(te) und doch spende ich hier und da und engagiere mich für ausgewählte Projekte, im Wissen, dass es vielen Menschen schlechter geht als mir und in der Überzeugung, dass ich nie die ganze Welt retten kann und sie sich im Grunde auch nie ändern wird, ich aber einigen Menschen helfen konnte.
    Leute wie du kommen mir hingegen immer sehr heuchlerisch vor! Ich würde gerne mal einen Blick in deinen Kühlschrank, deinen Kleiderschrank und auf deine Möbel werfen, ob da auch alles aus ökologischem Anbau stammt, ob für dein Bett kein Urwaldriese abgeholzt wurde, ob alles aus fairem Handel stammt, ob deine T-Shirts nicht von Indonesiern genäht wurden, die von dem Lohn nicht mal ihre Familie durchbringen können und sich deren Töchter prostituieren müssen, ob du deinen Müll trennst etc. …

    Es ist ja löblich wenn man sich Gedanken um das Wohl anderer macht, aber man sollte auf dem Teppich bleiben und erst mal bei sich selbst anfangen und wenn du dich dadurch besser fühlst, dann hör auf zu pokern oder spende deine Gewinne, fang aber nicht an zu missionieren, wenn du nicht selbst eine reine Weste hast.

    Viele Grüße, Nadine.

  • Nadine

    @Fehldruck:

    ich habe deine Argumente jetzt über die gesamte Diskussion verfolgt und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie nicht zu Ende gedacht sind.

    Langsam machst du mich echt aggressiv, denn ich habe den Eindruck, du möchtest die Welt durch eine rosarote Brille sehen, doch diese Welt gibt es nicht. Du musst, glaube ich, desillusioniert werden, so ist das Leben nicht!
    Die folgenden Argumente sind zwar alle schon mittelbar oder unmittelbar gefallen, aber ich muss doch noch einige Punkte aufgreifen. Anfänglich hatte ich den Eindruck, du seist einfach ein verantwortungsvoller Mensch, der sich über sein Handeln Gedanken macht, um sich über die Konsequenzen klar zu werden. Aber mittlerweile halte ich dich einfach für radikal.
    Der Umgang mit den vielen reizvollen, und zuweilen gefährlichen Dingen unserer Welt muss jeder Mensch lernen, eine Tabuisierung hilft da nicht weiter, da nur eine Konfrontation mit den Dingen unseren Umgang mit ihnen schulen kann. Die meisten Erfahrungen dieser Art machen wir im Kindes- und Jugendalter und einige müssen wir nicht mal selbst machen, es reicht wenn die Eltern (oder wer auch immer) uns über die Konsequenzen in Kenntnis setzen, nimm zum Beispiel Drogen, Sexualität, Gefahren des Straßenverkehrs oder der Benutzung neuer Medien (Internet), soziale Kompetenzen etc.. Wenn ich also mal Alkohol trinke bin ich dann direkt ein schlechtes Vorbild oder legitimiere ich den Missbrauch, beispielsweise durch Süchtige? Selbiges gilt wohl für meinen gelegentlichen Hunger auf einen Cheeseburger im Bezug auf Fettleibige…ich könnte noch tausende Beispiele anführen.
    Dein Argument mit den Abgaben finde ich auch unmöglich, aber auch hierzu wurde schon das Passende geschrieben: Spitzenverdiener, welcher Sparte auch immer, müssen auch keine Zwangsabgaben leisten! Und jeder Unternehmer profitiert vom Verlust Anderer, soviel also zu “sauberem” und “schmutzigem” Geld.
    Sein wir doch ehrlich und realistisch: Die Welt ist ungerecht (dieses allzu menschliche Maß, ist sowieso ungeeignet um das Leben in seiner Gesamtheit zu messen), es gibt immer Gewinner und Verlierer und es hat im Großteil der Fälle mit Glück zu tun auf welcher Seite man steht. Keiner von uns hat zum Beispiel was dafür getan, und doch hatten wir das Glück in diesem äußerst privilegierten Teil der Welt geboren zu werden! Ich würde mich auch nicht (nach westlichem Maßstäben) als reich bezeichnen, auch wenn ich in meinem Leben nichts vermissen muss(te) und doch spende ich hier und da und engagiere mich für ausgewählte Projekte, im Wissen, dass es vielen Menschen schlechter geht als mir und in der Überzeugung, dass ich nie die ganze Welt retten kann und sie sich im Grunde auch nie ändern wird, ich aber einigen Menschen helfen konnte.
    Leute wie du kommen mir hingegen immer sehr heuchlerisch vor! Ich würde gerne mal einen Blick in deinen Kühlschrank, deinen Kleiderschrank und auf deine Möbel werfen, ob da auch alles aus ökologischem Anbau stammt, ob für dein Bett kein Urwaldriese abgeholzt wurde, ob alles aus fairem Handel stammt, ob deine T-Shirts nicht von Indonesiern genäht wurden, die von dem Lohn nicht mal ihre Familie durchbringen können und sich deren Töchter prostituieren müssen, ob du deinen Müll trennst etc. …

    Es ist ja löblich wenn man sich Gedanken um das Wohl anderer macht, aber man sollte auf dem Teppich bleiben und erst mal bei sich selbst anfangen und wenn du dich dadurch besser fühlst, dann hör auf zu pokern oder spende deine Gewinne, fang aber nicht an zu missionieren, wenn du nicht selbst eine reine Weste hast.

    Viele Grüße, Nadine.

  • MatteoBounce

    @ Nadine
    Echt intelligent geschildert das Ganze. Du triffst es genau auf den Punkt, deswegen mach ich hier auch einen.

  • MatteoBounce

    @ Nadine
    Echt intelligent geschildert das Ganze. Du triffst es genau auf den Punkt, deswegen mach ich hier auch einen.

  • Fehldruck

    @Nadine:
    du hörst dich an, als wärst du eine PR Beraterin eines Online-Poker Anbieters, oder als würdest du allein vom Pokerspielen dein Leben verdienen.
    Hast du etwa angst, dass ich durch meine Kommentare deine Kunden davon abhalte, zu spielen?
    Ich möchte hier niemanden provozieren, aber ich denke nicht, dass man Vollzeit Online-Poker befürvorten sollte. Ich sehe den Unterschied zu einem “normalen” Job so:
    Jemand, der noble arbeit leistet, wird nobel bezahlt und ist als nobel anzusehen.
    Davon profitiert er selbst und der Staat, aber vor allem auch die Mitmenschen profitieren davon.
    Natürlich sind die Gewinne einer Firma die Verluste der Konkurrenzfirma, aber ein Wettbewerb im Wirtschaftsmarkt ist notwendig für die Qualitätssicherung: wenn du keinen Konkurrenten hast, dann wirst du in der Regel nicht bemüht sein, deine Arbeit so gut wie möglich zu machen.

    Ich glaube niemand auf dieser Welt hat eine reine Weste. Dennoch ist es sinnvoll, seine Erfahrungen und Meinungen zu äussern. Mir ist bewusst, dass Foren und Blogs virale Effekte haben. Ich möchte meine Meinung verbreiten, weil ich weiss, dass 9 von 10 Pokerspielern das Spiel nur positiv in Blogs beschreiben.
    Eine Einigung zwischen Pokersüchtigen verlierern, verantwortlichen Pokerspielern, Gelegenheitsspielern und absolut rücksichtslosen Vollzeitspielern wird es wohl nie geben.
    Wenn jemand zu nichts anderes fähig ist als Pokerspielen (ich kenne einige davon), dann ist er arm dran. Ich halte mich für nobel, weil ich trotz meiner enormen Gewinne nicht mehr davon leben will, ich kümmere mich um die Dinge des Lebens :-)

  • Fehldruck

    @Nadine:
    du hörst dich an, als wärst du eine PR Beraterin eines Online-Poker Anbieters, oder als würdest du allein vom Pokerspielen dein Leben verdienen.
    Hast du etwa angst, dass ich durch meine Kommentare deine Kunden davon abhalte, zu spielen?
    Ich möchte hier niemanden provozieren, aber ich denke nicht, dass man Vollzeit Online-Poker befürvorten sollte. Ich sehe den Unterschied zu einem “normalen” Job so:
    Jemand, der noble arbeit leistet, wird nobel bezahlt und ist als nobel anzusehen.
    Davon profitiert er selbst und der Staat, aber vor allem auch die Mitmenschen profitieren davon.
    Natürlich sind die Gewinne einer Firma die Verluste der Konkurrenzfirma, aber ein Wettbewerb im Wirtschaftsmarkt ist notwendig für die Qualitätssicherung: wenn du keinen Konkurrenten hast, dann wirst du in der Regel nicht bemüht sein, deine Arbeit so gut wie möglich zu machen.

    Ich glaube niemand auf dieser Welt hat eine reine Weste. Dennoch ist es sinnvoll, seine Erfahrungen und Meinungen zu äussern. Mir ist bewusst, dass Foren und Blogs virale Effekte haben. Ich möchte meine Meinung verbreiten, weil ich weiss, dass 9 von 10 Pokerspielern das Spiel nur positiv in Blogs beschreiben.
    Eine Einigung zwischen Pokersüchtigen verlierern, verantwortlichen Pokerspielern, Gelegenheitsspielern und absolut rücksichtslosen Vollzeitspielern wird es wohl nie geben.
    Wenn jemand zu nichts anderes fähig ist als Pokerspielen (ich kenne einige davon), dann ist er arm dran. Ich halte mich für nobel, weil ich trotz meiner enormen Gewinne nicht mehr davon leben will, ich kümmere mich um die Dinge des Lebens :-)

  • Karl

    @ Fehldruck:

    Pokern ein das Spiegelkabinett des Kapitalismus. Denk mal drüber nach.

    Deine Bemerkungen zur Ressourcenverschwendung finde ich sehr bedenklich. Und zwar nicht nur weil du das Wort in meinen Augen zweckentfremdest.

  • Karl

    @ Fehldruck:

    Pokern ein das Spiegelkabinett des Kapitalismus. Denk mal drüber nach.

    Deine Bemerkungen zur Ressourcenverschwendung finde ich sehr bedenklich. Und zwar nicht nur weil du das Wort in meinen Augen zweckentfremdest.

  • Fehldruck

    Ich möchte meine Meinung mal auf den Punkt bringen:
    Online-Poker ist sehr gefährlich für die meisten Spieler, da die Verfügbarkeit stets da ist und die Versuchung sehr gross ist, mal schnell zu zocken, auch für Spieler, die auf langer sicht nur Geld verlieren werden.
    Für Gewinnerspieler ist es ebenfalls gefährlich, falls sie es nicht unter Kontrolle haben. Die meisten Gewinnerspieler sind Spielsüchtig und wollen es selbst nicht akzeptieren, oder sie denken das ist nicht schlimm.
    Ich glaube, es ist sehr wichtig, wenn man mit Poker ernsthafte Ansichten hat, nicht nur das zu haben, sondern sich um ein ausgewogenes Leben zu kümmern, also Familie, hobby und ein soziales Umfeld, sowie eine Arbeit, die “Sinn” macht und von der andere Menschen auch weitgehend profitieren.
    Poker als Geldquelle für Situationen, wo zwingend Geld notwendig ist (nicht für Luxus) finde ich ok, aber es darf nicht zur Vollzeitsucht werden, diese ist nämlich auf langer Sicht fatal.
    Schwierig wird es sein, die Grenzen zu ziehen, was ist so eine Situation, wo Geld zwingend notwendig ist?

  • Fehldruck

    Ich möchte meine Meinung mal auf den Punkt bringen:
    Online-Poker ist sehr gefährlich für die meisten Spieler, da die Verfügbarkeit stets da ist und die Versuchung sehr gross ist, mal schnell zu zocken, auch für Spieler, die auf langer sicht nur Geld verlieren werden.
    Für Gewinnerspieler ist es ebenfalls gefährlich, falls sie es nicht unter Kontrolle haben. Die meisten Gewinnerspieler sind Spielsüchtig und wollen es selbst nicht akzeptieren, oder sie denken das ist nicht schlimm.
    Ich glaube, es ist sehr wichtig, wenn man mit Poker ernsthafte Ansichten hat, nicht nur das zu haben, sondern sich um ein ausgewogenes Leben zu kümmern, also Familie, hobby und ein soziales Umfeld, sowie eine Arbeit, die “Sinn” macht und von der andere Menschen auch weitgehend profitieren.
    Poker als Geldquelle für Situationen, wo zwingend Geld notwendig ist (nicht für Luxus) finde ich ok, aber es darf nicht zur Vollzeitsucht werden, diese ist nämlich auf langer Sicht fatal.
    Schwierig wird es sein, die Grenzen zu ziehen, was ist so eine Situation, wo Geld zwingend notwendig ist?

  • urmel aus dem eis

    @fehldruck.

    schön, dass du deinen kleinen löffel moral zu dir genommen hast und ihn hier in gegärter form wieder auskotzt.

    zur wirtschaft: auch hier ist jeder gewinn der verlust eines anderen (im unterschied zum finazssystem in dem schon erwartete gewinne zum gewinn eines anderen werden können und deshalb mit geld spekuliert wird, welches es gar nicht gibt) also jeder unternehmer nimmt jeden seiner arbeiter aus, weil er den gewinn den alle erarbeitet haben für sich behält. also ist es deiner meinung nach geiler wenn 30% deiner arbeitszeit versklavt sind?

    poker: die fische sind leute die geld in eine sache stecken von der sie wenig bis nichts verstehen; hat franjo pooth auch gemacht und viele andere auch. jeder kann sich frei entscheiden. im poker haben sie oft noch glück, so dass ihr verlust in grenzen gehalten wird. wer 10 mal 100€ einzahlt und immer alles verliert, der muss sich doch darüber im klaren sein, dass er loosing player ist und es sein lassen. die süchtliche ohne geld werden auch an den spielgeldtischen rumdonken, selbst wenn alle pokerprofis aus moralischen grünen aufhören würden.

    dann schreibst du aber, wenn du mal nen finaziellen engpass haben solltest, würdest du wieder pokern??? lol DAS ist DOPPELMORAL in Reinform. wenns dir schlecht geht nimmst du also andere aus? ich denke das kann ich so stehen lassen. kannst ja mal drüber nachdenken.

    zum thema moral (ist wie das seeungeheuer nessi, jeder redet drüber, keiner hats gesehen):
    kauf dir doch mal bitte zur weiterbildung folgendes buch (da du ja nicht schlecht verdienst kannste 14€ locker machen)

    Niklas Luhmann: Die Moral der Gesellschaft und lese darin besonders Text 5 und 9.

    Danach wirst du sehen, dass es reine Ressourssenverschwendung ist sich über Moral in der Art wie du es hier getan hast, den Kopf zu zerbrechen.

    PS: Woher weißt du, dass die Unterscheidung zwischen “gut” und “böse” die jeder Moralist trifft, an sich gut oder böse ist? Vielleicht ist allein schon das Problem diese Unterscheidung zu treffen und damit den Keil zwischen Menschen zu schlagen. Die, die nämlich auf der negativen der von dir getroffenen Unterscheidungsseite stehen, sind von Missachtung getroffen.
    Und das alles weil irgendjemand meint Moral könnte helfen und versucht Gott zu spielen; Ich sage jede moralische Aussage zieht zugleich einen Rattenschwanz von mitgedachter Missachtung mit sich, den du NIE unter Kontrolle halten kannst.

    In diesem Sinne: Guten Tag

  • urmel aus dem eis

    @fehldruck.

    schön, dass du deinen kleinen löffel moral zu dir genommen hast und ihn hier in gegärter form wieder auskotzt.

    zur wirtschaft: auch hier ist jeder gewinn der verlust eines anderen (im unterschied zum finazssystem in dem schon erwartete gewinne zum gewinn eines anderen werden können und deshalb mit geld spekuliert wird, welches es gar nicht gibt) also jeder unternehmer nimmt jeden seiner arbeiter aus, weil er den gewinn den alle erarbeitet haben für sich behält. also ist es deiner meinung nach geiler wenn 30% deiner arbeitszeit versklavt sind?

    poker: die fische sind leute die geld in eine sache stecken von der sie wenig bis nichts verstehen; hat franjo pooth auch gemacht und viele andere auch. jeder kann sich frei entscheiden. im poker haben sie oft noch glück, so dass ihr verlust in grenzen gehalten wird. wer 10 mal 100€ einzahlt und immer alles verliert, der muss sich doch darüber im klaren sein, dass er loosing player ist und es sein lassen. die süchtliche ohne geld werden auch an den spielgeldtischen rumdonken, selbst wenn alle pokerprofis aus moralischen grünen aufhören würden.

    dann schreibst du aber, wenn du mal nen finaziellen engpass haben solltest, würdest du wieder pokern??? lol DAS ist DOPPELMORAL in Reinform. wenns dir schlecht geht nimmst du also andere aus? ich denke das kann ich so stehen lassen. kannst ja mal drüber nachdenken.

    zum thema moral (ist wie das seeungeheuer nessi, jeder redet drüber, keiner hats gesehen):
    kauf dir doch mal bitte zur weiterbildung folgendes buch (da du ja nicht schlecht verdienst kannste 14€ locker machen)

    Niklas Luhmann: Die Moral der Gesellschaft und lese darin besonders Text 5 und 9.

    Danach wirst du sehen, dass es reine Ressourssenverschwendung ist sich über Moral in der Art wie du es hier getan hast, den Kopf zu zerbrechen.

    PS: Woher weißt du, dass die Unterscheidung zwischen “gut” und “böse” die jeder Moralist trifft, an sich gut oder böse ist? Vielleicht ist allein schon das Problem diese Unterscheidung zu treffen und damit den Keil zwischen Menschen zu schlagen. Die, die nämlich auf der negativen der von dir getroffenen Unterscheidungsseite stehen, sind von Missachtung getroffen.
    Und das alles weil irgendjemand meint Moral könnte helfen und versucht Gott zu spielen; Ich sage jede moralische Aussage zieht zugleich einen Rattenschwanz von mitgedachter Missachtung mit sich, den du NIE unter Kontrolle halten kannst.

    In diesem Sinne: Guten Tag

  • Markus

    @urmel aus dem Eis

    Vielen Dank für deine sehr ausführliche Stellungnahme hier. Das wurde ja schon richtig philosophisch ;)

    Auch interessant, dass du die Doppelmoral nochmal angeführt hast. Die Konversation ist dann ja letztendlich doch noch ganz interessant geworden. Verlinke das von dir genannte Buch hier auch noch mal gerne

    Ich hoffe vielleicht bald noch einen Kommentar von dir hier lesen zu dürfen. Besten Gruß. Markus

  • Markus

    @urmel aus dem Eis

    Vielen Dank für deine sehr ausführliche Stellungnahme hier. Das wurde ja schon richtig philosophisch ;)

    Auch interessant, dass du die Doppelmoral nochmal angeführt hast. Die Konversation ist dann ja letztendlich doch noch ganz interessant geworden. Verlinke das von dir genannte Buch hier auch noch mal gerne

    Ich hoffe vielleicht bald noch einen Kommentar von dir hier lesen zu dürfen. Besten Gruß. Markus

  • Thomas

    Hallo,
    ich finde der Staat müsste DRINGEND Lizensen für Online-Pokerräume vergeben (verkaufen!), und alle anderen verbieten, mit harten Strafen !
    Wenn man dann was auszahlt, könnten die “Steuern” gleich einbehalten werden, also der Raumbetreiber wäre dann der einzige, der an den Staat bezahlt. Das wären ziemlich große Steuereinnahmen! Diese müssten dann zu 100% für wohltätige Zwecke und auch für Kampagnen gegen Spielsucht reinvestiert werden finde Ich.
    Wer im Staat ist denn eigentlich dafür zuständig? Es kann doch nicht sein, dass da keiner drauf kommt !

  • hogen

    @Fehldruck:
    Wenn ich mir deine Posts so durchlese, fällt mir als Bayer sofort der Begriff “Dampfplauderer” ein. Du wirst nicht müde zu erzählen, wie erfolgreich und toll du spielst und das all das Geld, was im Poker umgesetzt wird ja nur von Spielsüchtigen stammt:
    “Ich bin Profispieler, habe eine Zeitlang online gespielt und kräftig verdient.”
    “Durch online-Spielen unterstütze ich die Pokersucht von vielen kranken Spielern, die nichts anderes tun, als Geld zu verlieren und deren zeit mit online-Gambling zu verschwenden, Stichwort Ressourcen-Verschwendung.”
    “nur sehr selten (1x alle 2 Monate) in live Turnieren mit geringen Einsätzen (30€) zum spass. Auch hier habe ich bereits einen LCD Fernseher gewonnen”
    “Sogar die Hälfte des Geldes, das ich in der Zeit als Onlinespieler monatlich verdient hatte, würde immer noch ausreichen, um eine Familie mit mehreren Kindern im Wohlstand zu ernähren.”
    “Gewinne entstehen nach meiner Meinung nur durch die Ausnutzung süchtiger Spieler, da die Profis, die auch gegeneinander spielen, ihr Geld nicht durch noble Arbeit verdient haben, sondern sie haben es von schwacheren (süchtigen) Spielern gewonnen, die selbst wiederum ihr Geld entweder von süchtigen Spielern haben, oder selbst eingezahlt haben.”
    “Ich halte mich für nobel, weil ich trotz meiner enormen Gewinne nicht mehr davon leben will”

    Das Fazit ist dann wohl, dass du ein hervorragender Profispieler warst, der immer eine Menge Kohle gewonnen hat, sich dann aber aus moralischen Gründen zurückgezogen hat und sein unglaubliches Talent nur noch bei kleinen Privatturnieren zeigt und da dann die Hauptpreise einsackt. Dazu mutet aber deine Aussage “Poker als Geldquelle für Situationen, wo zwingend Geld notwendig ist (nicht für Luxus) finde ich ok” geradezu grotesk an, denn damit sagst du, dass es zwar an sich ganz schlecht ist die armen Spielsüchtigen abzuzocken, aber doch auch manchmal seine Berechtigung hat a la “mir Drogen handeln ist böse, ausser man verdient damit seinen normalen Lebensunterhalt und nicht so viel, dass man im Luxus leben könnte”.

    Wenn ich mir alle deine Posts durchlese und darüber nachdenke, dann komme ich eher zu dem Schluss, dass du einer der von dir genannten Spielsüchtigen warst und einiges an Geld in den Kamin geblasen hast. Deine teilweise schon ein bischen arrogant anmutenden Aussagen zu deinen damaligen Erfolgen passen nun mal so gar nicht zum Bild des geläuterten “Abzockers”.

    hogen

  • hogen

    @mods: könnt ich meinen Kommentar in die Top-Ebene schieben, er war nicht als Antwort gedacht. Danach bitte diesen Kommentar löschen.

  • hogen

    @Fehldruck:
    Wenn ich mir deine Posts so durchlese, fällt mir als Bayer sofort der Begriff “Dampfplauderer” ein. Du wirst nicht müde zu erzählen, wie erfolgreich und toll du spielst und das all das Geld, was im Poker umgesetzt wird ja nur von Spielsüchtigen stammt:
    “Ich bin Profispieler, habe eine Zeitlang online gespielt und kräftig verdient.”
    “Durch online-Spielen unterstütze ich die Pokersucht von vielen kranken Spielern, die nichts anderes tun, als Geld zu verlieren und deren zeit mit online-Gambling zu verschwenden, Stichwort Ressourcen-Verschwendung.”
    “nur sehr selten (1x alle 2 Monate) in live Turnieren mit geringen Einsätzen (30€) zum spass. Auch hier habe ich bereits einen LCD Fernseher gewonnen”
    “Sogar die Hälfte des Geldes, das ich in der Zeit als Onlinespieler monatlich verdient hatte, würde immer noch ausreichen, um eine Familie mit mehreren Kindern im Wohlstand zu ernähren.”
    “Gewinne entstehen nach meiner Meinung nur durch die Ausnutzung süchtiger Spieler, da die Profis, die auch gegeneinander spielen, ihr Geld nicht durch noble Arbeit verdient haben, sondern sie haben es von schwacheren (süchtigen) Spielern gewonnen, die selbst wiederum ihr Geld entweder von süchtigen Spielern haben, oder selbst eingezahlt haben.”
    “Ich halte mich für nobel, weil ich trotz meiner enormen Gewinne nicht mehr davon leben will”

    Das Fazit ist dann wohl, dass du ein hervorragender Profispieler warst, der immer eine Menge Kohle gewonnen hat, sich dann aber aus moralischen Gründen zurückgezogen hat und sein unglaubliches Talent nur noch bei kleinen Privatturnieren zeigt und da dann die Hauptpreise einsackt. Dazu mutet aber deine Aussage “Poker als Geldquelle für Situationen, wo zwingend Geld notwendig ist (nicht für Luxus) finde ich ok” geradezu grotesk an, denn damit sagst du, dass es zwar an sich ganz schlecht ist die armen Spielsüchtigen abzuzocken, aber doch auch manchmal seine Berechtigung hat a la “mir Drogen handeln ist böse, ausser man verdient damit seinen normalen Lebensunterhalt und nicht so viel, dass man im Luxus leben könnte”.

    Wenn ich mir alle deine Posts durchlese und darüber nachdenke, dann komme ich eher zu dem Schluss, dass du einer der von dir genannten Spielsüchtigen warst und einiges an Geld in den Kamin geblasen hast. Deine teilweise schon ein bischen arrogant anmutenden Aussagen zu deinen damaligen Erfolgen passen nun mal so gar nicht zum Bild des geläuterten “Abzockers”.

    hogen

  • Johannes123

    Ich muss zu euren Ausführungen auch mal was hinzu fügen, da ihr die ganze Zeit Kritik veräußert. Ich finde trotzdem sollte man ein Idealbild haben, auch wenn man sich selbst nicht daran halten kann und dieses in der realen natürlich nicht umsetzbar ist. Trotzdem bringt das Nachdenken darüber einen vielleicht einen Schritt in die richtige Richtung und wenn man es öffentlich ins Gespräch bringt regt dies vielleicht andere zum Nachdenken an.
    Auch wenn es in diesem Fall natürlich übertrieben Formuliert ist.

  • jan88

    Nochmal was zu Fehldruck. Ich glaube kaum das ein Leiharbeiter nobel bezahlt wird, auch wenn er noble Arbeit leistet. Es kann sich auch bestimmt kein normaler Arbeiter bei Porsche den neuesten 911er oder bei BMW den Z8 leisten. Es gibt Leute die spielen Jahr für Jahr zweimal die Woche Lotto und setzen viel Geld ein in der Hoffnung auf den großen Pot. Sollten dann wohl in jeder Annahmestelle Fotos der Spieler hängen, is doch echt schwachsinnig. Oder was is mit den ganzen Spielern die sich verschulden und in den Spielhallen die es überall gibt ihr Geld verzocken, wenn die irgendwo nicht mehr reingelassen werden ziehen sie halt zur nächsten. So ist das auch mit dem Poker, droht ne Zwangsabgabe geht man halt zu einem anderen Pokerraum. Und was ist mit den Spielern die im Kasino ein haufen Geld gewinnen, Geld das zum Teil wohlhabende Menschen verloren haben? Wenn die noch Zwangsabgaben leisten sollten, würden die das Kasino nicht mehr betreten und dem Staat gingen die Einnahmen verloren. Also nicht realisierbar. Ich spiele erst seit kurzem Online, auf Pokerstars.de Da kann man eh nur um Spielgeld spielen. Die Tuniere sind auch nur Spielgeldtuniere oder Freerolls. Außerdem spiele ich noch nicht gut genug um an Echtgeldspielen teilzunehmen, geschweige das ich es mir als Arbeitsloser leisten könnte. Die Aussicht auf das schnelle große Geld ist immer Verlockend, sonst hättest du ja nicht damit angefangen, aber jeder Mensch weiß genau das man Geld verlieren kann, sei es beim Lotto oder beim Poker.

  • http://www.pokeruniversity24.de/ Poker Taktiken

    Wie siehts denn mit den “Real live” Poker Turnieren aus?=

    Sind die auch 100% legal? Ist ja zumindest kein Casino.

  • http://www.bankroll.de Markus

    Hi. Also Pokerturniere mit Geldeinsatz sind erst mal grundsätzlich verboten! Dieses Verbot kann man aber durch kleine Tricks umgehen, wenn man folgendes beachtet:

    - Der Buy-In Betrag sollte nicht mehr als 15€ betragen.
    - Der Buy-in Betrag darf NICHT zur Bildung des Preisgeldes herangezogen werden. Die 15€ sollten (offiziell) nur für die Unkosten ausgegeben werden (Beispiel: Miete des Saals, Bezahlung der Dealer etc.)
    - Um trotzdem Gewinne anzubieten, sollte man sich also Sponsoren suchen, die Sachpreise spenden.
    - Spieler die eine gewisse Stufe des Turniers erreicht haben, dürfen nicht erneut zur Kasse gebeten werden.
    - Zu keinem Zeitpunkt des Turniers dürfen Chips nachgekauft werden. (also keine Rebuy Turniere).

    Nur wenn man (mindestens) all diese Kriterien einhält, kann man in Deutschland offiziell ein Pokerturnier starten. Bei Unsicherheit würde ich zudem auch noch das Ordnungsamt kontaktieren und denen die bisherigen Planungen schildern. Teilweise werden auch Sondergenehmigungen ausgestellt.

    Hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen.

    Markus

  • Pete

    Ich lebe zur Zeit in einer WG mit 2 arbeitslosen Pokerspielern Anfang 30. Die machen nichts anderes, keinen Sport, kein Freundeskreis. Sie unterstützen auch Ihre vorhandenen Kinder nicht. Die Frauen haben sich von Ihnen getrennt.
    Nach Ihrer eigenen Einschätzung sind viele der Leute gegn die sie bei Live-Turnieren spielen ebenfalls ALG 2-Empfänger.
    Mich macht das traurig und wütend. Einerseits verschwenden sie Ihre Zeit (denn beim Pokern werden ja keine Werte geschaffen) und das für einen Stundenlohn, der viel miserabler ist als die 8 Euro, die sie in Ihren Ausbildungsberufen verdienen könnten. Andererseits leben sie auf Kosten der Steuerzahler und geben nichts von Ihren (meiner Einschätzung nach ziemlichen niedrigen = wenn überhaupt wenige 100 EUR p. Monat für 12h zocken pro Tag) Gewinnen ab.
    Gesunde junge Männer, die Kinder gezeugt haben und jetzt Ihr leben verschwenden.

  • http://www.bankroll.de/mathias Bubbleboy

    Hi Pete,
    grundsätzlich bin ich ganz Deiner Meinung. Die beiden könnten sicher mehr aus ihrem Leben machen als Du hier schilderst. Allerdings möchte ich anmerken, dass das Problem wohl kaum das Spiel Poker an sich ist. Es liegt eher an der Einstellung der Menschen. Ich kenne viele glückliche Familienväter die für ihre Kinder sorgen, mit der Frau zusammen leben und auch Poker spielen. Es muss eben alles unter den persönlichen Hut passen ;-)

    Gruß,
    Mathias – Bubbleboy

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