Bist du wirklich für das Pokerspiel geeignet und wann man besser aufhören sollte
Bild: rick | Lizenz |
In den letzten Jahren ist Poker und insbesondere die Variante Texas Hold’em von den Medien und Werbekampagnen so gepusht worden, dass mehr und mehr Menschen das Pokerspiel um Geld im Word Wide Web wagen.
Blogs, Portale und sonstigen Seiten, die immer wieder über die Vorzüge des Pokerspiels berichten, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.
Man könnte schon fast den Eindruck haben, wer das Pokerspiel einmal beherrscht, besitzt eine Art Gelddruckmaschine.
Aber so ist es nicht!
Ich finde es wichtig, dass auf Pokerportalen und Blogs wie diesem, nicht nur immer die positiven Dinge erwähnt und Tipps für erfolgreiches Spiel gegeben werden, die letztendlich gefährdete Spieler nur dazu reizen/veranlassen, das Spiel wieder aufzunehmen. Deswegen an dieser Stelle dieser Artikel.
Wie hier auch schon öfter thematisiert wurde, gibt es selbst bei sehr guten und erfahrenen Spielern ziemlich langanhaltende Downswings, weshalb auch von jedem Profi geraten wird, ein vielfaches des Big Blinds als Bankroll mitzubringen.
Doch selbst diese Empfehlung, die ja eigentlich als Taktik dient, nie broke zu gehen, trifft nicht immer zu!
Wie gut bist du wirklich?
Auch wenn es jetzt profan klingel sollte: Mach dir Gedanken darüber, wie gut du wirklich bist. Der subjektive Eindruck weicht oft von den Tatsachen ab.
Häufig schätzen sich Spieler selbst dann noch als gut ein, wenn sie konstant Verluste einfahren.
Erfolg und Können beim Pokerspiel kann letztendlich nur auf den langfristigen Gewinnzuwachs zurückgeführt werden!
Ganz egal, ob an einem Tag 10.000€ gewonnen wurde, wenn am Ende jeden Monats die Bilanz negativ ist, sollte man auf jeden Fall ernsthaft darüber nachdenken, mit dem Spielen aufzuhören.
An Gewinne erinnert man sich gerne oder: Was gute von schlechten Spielern unterscheidet
Was oft die guten von den weniger guten Spielern unterscheidet, ist die Fähigkeit sich nicht nur positive, gute Situationen zu merken, sondern auch die negativen Ereignisse: Verluste und schlechtes Spiel.
Wer verlorene Hände reflektiert und analysiert, wird in der nächsten, ähnlichen Situation eventuell einen entscheidenden Vorteil haben und es z.B. schaffen eine höchstwahrscheinlich verlustbringende Hand wegzulegen.
Spieler, die schon über einen langen Zeitraum verlieren und immer wieder neues Geld in das Pokerspiel stecken, begründen dies oft durch die positiven Gewinnerlebnisse: “Das kann doch wieder passieren” – “Der Verlust ist ganz schnell wieder raus” – “Ich habe auch schon mal ein Turnier gewonnen – Das schaffte ich wieder”.
Erst recht diese Einstellung führt zu noch mehr Verlust und bei Menschen mit einem ernsthaften Spielproblem vielleicht dazu, das gleiche direkt noch einmal zu machen.
Kredit für Poker
Wer wirklich erwägt, einen Kredit für Poker aufzunehmen, sollte es
- nicht tun
- sich Gedanken darüber machen, ob Glücksspiel und Poker nicht ein ernstzunehmendes, psychisches Problem bei einem sein kann.
Die Möglichkeit Kreditkarten und ähnliche Payment Systeme im Netz zu nutzen, macht es schon einfach genug, schleichend durch Pokerspiel in die Schulden zu geraten.
Stell dir vor dem Beantragen eines Kredites eine Frage und beachte dabei unbedingt deine bisherige Spielhistorie: Wie viel hast du bis jetzt durch Poker verloren und wie wahrscheinlich ist es, dass durch das zusätzliche Kapital wieder auszugleichen oder sogar Gewinne zu machen?
Wird dich deine Spielweise, eventuell mit hoher Wahrscheinlichkeit, dazu bringen alles wieder zu verlieren? Und was passiert dann?
Klar: theoretisch sitzt immer ein Gewinn drin aber prüfe selbst, ob deine Hoffnungen ungefähr genauso begründet sind, wie der Traum von Millionen nach dem Ausfüllen eines Lottoscheins.
Vernachlässigung von Familie und Freundeskreis
Ganz gleich ob gute oder schlechte Spieler: Im Netz neigen viele Menschen dazu Stunden im Pokerraum zu verbringen. Der ist ja schließlich immer da. Wer hinten liegt, versucht seine Verluste zu kompensieren, wer vorne liegt, versucht den Gewinn auszubauen.
Viele Menschen, spielen bis zur Erschöpfung und gehen dann ins Bett. Ganz unabhängig davon, dass durch fortschreitende Müdigkeit auch die Konzentrationsfähigkeit nachlässt, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man nicht andere Spieler durch exzessives Pokerspiel vernachlässigt und eventuell auch Beziehung und Freundschaften riskiert.
Was denn jetzt? Sollte ich aufhören?
Wenn du dich in vielen der hier beschriebenen Situationen wiederfindest, ist es sehr wahrscheinlich besser aufzuhören.
Ich habe mir eine kleine Checkliste überlegt, wie du herausbekommen könntest, ob eine Gefährdung vorliegt oder nicht
- langfristig Verluste?
Schreib dir Woche für Woche, Monat für Monat deine Ausgaben und Einnahmen durch Poker auf. Belüg dich nicht selbst! Jede Einzahlung wird aufgeschrieben. Excel Tabelle oder per Stift und Papier: Hauptsache du bekommst einen Überblick.
Ist die Bilanz überwiegend negativ, wird dir hoffentlich klar, dass Poker eine Zeit- und Geldverschwendung ist! - Zeitfaktor?
Frag so viele Personen aus deinem direkten Umfeld wie möglich. Was sagen die? Hast du vielleicht sogar schon Freundschaften wegen des Spiels verloren? Protokolliere auch die Online verbrachte Zeit. Vielleicht lohnt es sich sogar einen Stundenlohn auszurechnen, solltest du Gewinne machen. Lohnt sich das? - Verheimlichst du das Spielen?
Ein sehr wichtiges Anzeichen für pathologisches Spielen, also einer Spielsucht, ist das Verheimlichen der Spielaktivität. Ein Zeichen dafür, dass dein Umfeld das exzessive Spielen nicht mehr für gut heißt und du selbst im Grunde genommen schon weißt, dass mit dem Spielverhalten etwas nicht in Ordnung ist. - Hast du schon mal einen Kredit für Poker aufgenommen?
Wer schon einmal einen Kredit für Poker aufgenommen und vielleicht auch dieses Geld bereits verloren hat, sollte umgehend aufhören! Der Schuldenberg wird nur steigen. - Du kannst nicht aufhören?
Du hast schon mehrere Male versucht das Pokerspiel zu unterlassen, aber schaffst es einfach nicht? Du kommst vielleicht in Situationen, in denen dir alles egal ist? Vielleicht sogar illegale Beschaffungsmaßnahmen erwägst? In denen du einfach nur Spielen möchtest?
Auch wenn es sich jetzt hart anhört: Suche dir externe Hilfe. Therapie und/oder ein Gruppentreffen z.B. bei den Anonymen Spielern können helfen.
Ich denke, wenn wirklich eine Spielsucht vorliegt, ist Online-Poker nichts anderes mehr, als ein Spielautomat in der Pommesbude. Ein Geldvernichter! Da kann man sich noch so sehr einreden, Poker sei kein Glücksspiel sondern Können; wer auf Dauer verliert, sollte Poker ganz aus seinem Leben streichen.
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erdal pinar
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Markus
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breed
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anton jäger
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