Bist du wirklich für das Pokerspiel geeignet und wann man besser aufhören sollte

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Bild: rick | Lizenz 

In den letzten Jahren ist Poker und insbesondere die Variante Texas Hold’em von den Medien und Werbekampagnen so gepusht worden, dass mehr und mehr Menschen das Pokerspiel um Geld im Word Wide Web wagen.

Blogs, Portale und sonstigen Seiten, die immer wieder über die Vorzüge des Pokerspiels berichten, gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Man könnte schon fast den Eindruck haben, wer das Pokerspiel einmal beherrscht, besitzt eine Art Gelddruckmaschine.

Aber so ist es nicht!

Ich finde es wichtig, dass auf Pokerportalen und Blogs wie diesem, nicht nur immer die positiven Dinge erwähnt und Tipps für erfolgreiches Spiel gegeben werden, die letztendlich gefährdete Spieler nur dazu reizen/veranlassen, das Spiel wieder aufzunehmen. Deswegen an dieser Stelle dieser Artikel.

Wie hier auch schon öfter thematisiert wurde, gibt es selbst bei sehr guten und erfahrenen Spielern ziemlich langanhaltende Downswings, weshalb auch von jedem Profi geraten wird, ein vielfaches des Big Blinds als Bankroll mitzubringen.

Doch selbst diese Empfehlung, die ja eigentlich als Taktik dient, nie broke zu gehen, trifft nicht immer zu!

Wie gut bist du wirklich?

Auch wenn es jetzt profan klingel sollte: Mach dir Gedanken darüber, wie gut du wirklich bist. Der subjektive Eindruck weicht oft von den Tatsachen ab.

Häufig schätzen sich Spieler selbst dann noch als gut ein, wenn sie konstant Verluste einfahren.

Erfolg und Können beim Pokerspiel kann letztendlich nur auf den langfristigen Gewinnzuwachs zurückgeführt werden!

Ganz egal, ob an einem Tag 10.000€ gewonnen wurde, wenn am Ende jeden Monats die Bilanz negativ ist, sollte man auf jeden Fall ernsthaft darüber nachdenken, mit dem Spielen aufzuhören.

An Gewinne erinnert man sich gerne oder: Was gute von schlechten Spielern unterscheidet

Was oft die guten von den weniger guten Spielern unterscheidet, ist die Fähigkeit sich nicht nur positive, gute Situationen zu merken, sondern auch die negativen Ereignisse: Verluste und schlechtes Spiel.

Wer verlorene Hände reflektiert und analysiert, wird in der nächsten, ähnlichen Situation eventuell einen entscheidenden Vorteil haben und es z.B. schaffen eine höchstwahrscheinlich verlustbringende Hand wegzulegen.

Spieler, die schon über einen langen Zeitraum verlieren und immer wieder neues Geld in das Pokerspiel stecken, begründen dies oft durch die positiven Gewinnerlebnisse: “Das kann doch wieder passieren” – “Der Verlust ist ganz schnell wieder raus” – “Ich habe auch schon mal ein Turnier gewonnen – Das schaffte ich wieder”.

Erst recht diese Einstellung führt zu noch mehr Verlust und bei Menschen mit einem ernsthaften Spielproblem vielleicht dazu, das gleiche direkt noch einmal zu machen.

Kredit für Poker

Wer wirklich erwägt, einen Kredit für Poker aufzunehmen, sollte es

  1. nicht tun
  2. sich Gedanken darüber machen, ob Glücksspiel und Poker nicht ein ernstzunehmendes, psychisches Problem bei einem sein kann.

Die Möglichkeit Kreditkarten und ähnliche Payment Systeme im Netz zu nutzen, macht es schon einfach genug, schleichend durch Pokerspiel in die Schulden zu geraten.

Stell dir vor dem Beantragen eines Kredites eine Frage und beachte dabei unbedingt deine bisherige Spielhistorie: Wie viel hast du bis jetzt durch Poker verloren und wie wahrscheinlich ist es, dass durch das zusätzliche Kapital wieder auszugleichen oder sogar Gewinne zu machen?

Wird dich deine Spielweise, eventuell mit hoher Wahrscheinlichkeit, dazu bringen alles wieder zu verlieren? Und was passiert dann?

Klar: theoretisch sitzt immer ein Gewinn drin aber prüfe selbst, ob deine Hoffnungen ungefähr genauso begründet sind, wie der Traum von Millionen nach dem Ausfüllen eines Lottoscheins.

Vernachlässigung von Familie und Freundeskreis

Ganz gleich ob gute oder schlechte Spieler: Im Netz neigen viele Menschen dazu Stunden im Pokerraum zu verbringen. Der ist ja schließlich immer da. Wer hinten liegt, versucht seine Verluste zu kompensieren, wer vorne liegt, versucht den Gewinn auszubauen.

Viele Menschen, spielen bis zur Erschöpfung und gehen dann ins Bett. Ganz unabhängig davon, dass durch fortschreitende Müdigkeit auch die Konzentrationsfähigkeit nachlässt, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man nicht andere Spieler durch exzessives Pokerspiel vernachlässigt und eventuell auch Beziehung und Freundschaften riskiert.

Was denn jetzt? Sollte ich aufhören?

Wenn du dich in vielen der hier beschriebenen Situationen wiederfindest, ist es sehr wahrscheinlich besser aufzuhören.

Ich habe mir eine kleine Checkliste überlegt, wie du herausbekommen könntest, ob eine Gefährdung vorliegt oder nicht

  • langfristig Verluste?
    Schreib dir Woche für Woche, Monat für Monat deine Ausgaben und Einnahmen durch Poker auf. Belüg dich nicht selbst! Jede Einzahlung wird aufgeschrieben. Excel Tabelle oder per Stift und Papier: Hauptsache du bekommst einen Überblick.
    Ist die Bilanz überwiegend negativ, wird dir hoffentlich klar, dass Poker eine Zeit- und Geldverschwendung ist!
  • Zeitfaktor?
    Frag so viele Personen aus deinem direkten Umfeld wie möglich. Was sagen die? Hast du vielleicht sogar schon Freundschaften wegen des Spiels verloren? Protokolliere auch die Online verbrachte Zeit. Vielleicht lohnt es sich sogar einen Stundenlohn auszurechnen, solltest du Gewinne machen. Lohnt sich das?
  • Verheimlichst du das Spielen?
    Ein sehr wichtiges Anzeichen für pathologisches Spielen, also einer Spielsucht, ist das Verheimlichen der Spielaktivität. Ein Zeichen dafür, dass dein Umfeld das exzessive Spielen nicht mehr für gut heißt und du selbst im Grunde genommen schon weißt, dass mit dem Spielverhalten etwas nicht in Ordnung ist.
  • Hast du schon mal einen Kredit für Poker aufgenommen?
    Wer schon einmal einen Kredit für Poker aufgenommen und vielleicht auch dieses Geld bereits verloren hat, sollte umgehend aufhören! Der Schuldenberg wird nur steigen.
  • Du kannst nicht aufhören?
    Du hast schon mehrere Male versucht das Pokerspiel zu unterlassen, aber schaffst es einfach nicht? Du kommst vielleicht in Situationen, in denen dir alles egal ist? Vielleicht sogar illegale Beschaffungsmaßnahmen erwägst? In denen du einfach nur Spielen möchtest?
    Auch wenn es sich jetzt hart anhört: Suche dir externe Hilfe. Therapie und/oder ein Gruppentreffen z.B. bei den Anonymen Spielern können helfen.

Ich denke, wenn wirklich eine Spielsucht vorliegt, ist Online-Poker nichts anderes mehr, als ein Spielautomat in der Pommesbude. Ein Geldvernichter! Da kann man sich noch so sehr einreden, Poker sei kein Glücksspiel sondern Können; wer auf Dauer verliert, sollte Poker ganz aus seinem Leben streichen.

  • erdal pinar

    Das was ich gelesen habe,trifft auf mich zu.Ich kann auch nicht aufhören und ich glaube nicht,das so ein gruppentreffen da hilft.Ich bin auch noch verheiratet und habe drei kinder.Wie kann ich es schaffen,da raus zu kommen?Bitte helfen sie mir.Mit freundlichen Grüssen

  • erdal pinar

    Das was ich gelesen habe,trifft auf mich zu.Ich kann auch nicht aufhören und ich glaube nicht,das so ein gruppentreffen da hilft.Ich bin auch noch verheiratet und habe drei kinder.Wie kann ich es schaffen,da raus zu kommen?Bitte helfen sie mir.Mit freundlichen Grüssen

  • Markus

    @erdal pinar Hi! Erst mal vielen Dank für Ihren Kommentar und die Offenheit!

    Leider kann ich Ihnen persönlich nicht helfen, aber ich kann vielleicht einige Punkte nennen, die helfen könnten.

    Erst mal ist es schon ein sehr guter Schritt, dass Sie sich mit Ihrer Sucht befasst haben und es einsehen, dass es sich tatsächlich um eine solche handelt. Ohne diese Einsicht wären weitere Schritte höchstwahrscheinlich sowieso zum Scheitern verurteilt.

    Auch wenn die Gruppentreffen nichts für Sie sind. Versuchen Sie es doch einfach mal. Es wird Sie dort keiner verurteilen. Es können höchstens Erfahrungen ausgetauscht werden. Wenn die Hemmungen ein solches Treffen in Ihrer Stadt zu besuchen zu groß sind, fahren Sie doch einfach in die nächste Stadt testen Sie ob ihre Vermutungen bezüglich der Gruppe wirklich zutreffen. Gehen können Sie immer noch.

    Als nächsten Schritt würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie ein Profi ihrer Sucht werden. Mag sich jetzt blöd anhören, aber setzen sie sich intensiv damit auseinander was Spielsucht ist, was diese verursachen kann und ob nicht vielleicht sogar eine ganz andere, psychische Belastung erst der Auslöser für das SUchtverhalten war (z.B. Depression)

    Auch die Insanspruchnahme einer Therapie beim Psychologen sehe ich als Option. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt überweisen. 5 Sitzungen sind i.d.R. immer kostenlos. Sollte Spielsucht oder auch eine andere, psychische Krankheit diagnostiziert werden, können Sie die Therapie fortsetzen.

    Ich hoffe Ihnen ein paar Ansatzpunkte gegeben zu haben. Via E-Mail oder der Kommentarfunktion stehe ich auch gerne für Rückfragen bereit.

    Besten Gruß aus Münster

    Markus

  • Markus

    @erdal pinar Hi! Erst mal vielen Dank für Ihren Kommentar und die Offenheit!

    Leider kann ich Ihnen persönlich nicht helfen, aber ich kann vielleicht einige Punkte nennen, die helfen könnten.

    Erst mal ist es schon ein sehr guter Schritt, dass Sie sich mit Ihrer Sucht befasst haben und es einsehen, dass es sich tatsächlich um eine solche handelt. Ohne diese Einsicht wären weitere Schritte höchstwahrscheinlich sowieso zum Scheitern verurteilt.

    Auch wenn die Gruppentreffen nichts für Sie sind. Versuchen Sie es doch einfach mal. Es wird Sie dort keiner verurteilen. Es können höchstens Erfahrungen ausgetauscht werden. Wenn die Hemmungen ein solches Treffen in Ihrer Stadt zu besuchen zu groß sind, fahren Sie doch einfach in die nächste Stadt testen Sie ob ihre Vermutungen bezüglich der Gruppe wirklich zutreffen. Gehen können Sie immer noch.

    Als nächsten Schritt würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie ein Profi ihrer Sucht werden. Mag sich jetzt blöd anhören, aber setzen sie sich intensiv damit auseinander was Spielsucht ist, was diese verursachen kann und ob nicht vielleicht sogar eine ganz andere, psychische Belastung erst der Auslöser für das SUchtverhalten war (z.B. Depression)

    Auch die Insanspruchnahme einer Therapie beim Psychologen sehe ich als Option. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt überweisen. 5 Sitzungen sind i.d.R. immer kostenlos. Sollte Spielsucht oder auch eine andere, psychische Krankheit diagnostiziert werden, können Sie die Therapie fortsetzen.

    Ich hoffe Ihnen ein paar Ansatzpunkte gegeben zu haben. Via E-Mail oder der Kommentarfunktion stehe ich auch gerne für Rückfragen bereit.

    Besten Gruß aus Münster

    Markus

  • breed

    hallo erdal pinar!
    ich finde es richtig und mutig von dir dass du diesen schritt gehst und dich an leute wendest und um hilfe bittest.
    Es ist der Richtige Schritt für DICH und vor allem auch für deine Frau und deine 3 Kinder.

    Ich kann dir folgendes Berichten. Ich und mein ehemals bester Freund fingen mit dem Pokern zu unserer Schulzeit an.
    mich nervte das spiel recht schnell, ich empfand es bald als störend in unseren abendlichen runden bei freunden, da ich fand dass es die kommunikation zerstörte. natürlich sah ich die verlockung des schnellen gelds im Online Game. aber ich sah auf dauer dass ich eher geld verliere. schnell lernte ich mich auf andere bereiche meines lebens zu konzentrieren.
    ich wollte abnehmen. also trieb ich endlich sport. (heute laufe ich marathon niveau, bin topfit und klage über nichts). Ich gab im studium gas und mache mir null sorgen um meine zukunft. zu meinem freundeskreis habe ich eine intakte bindung, ich bin sehr beliebt bei leuten, und ich kann zur zeit von mir behaupten dass ich meinen Traum lebe. Es gibt nichts im Leben was mir fehlt, und ich fühle mich jeder noch so grossen herausforderung gewachsen.
    nun die kehrseite.. mein ehemals bester freund.
    fing auch an zu studieren. blieb aber beim pokerspiel. er las alles was man über die theorie des spiels bekam. nach anfänglichem hick hack was seine gewinne betraf wurde er immer stärker.
    man kann sagen er hat sein spiel perfektioniert. er scheffelt wirklich tausender an gewinnen an und er scheint sich wirklich nur duch poker finanzieren zu können.
    aber: wenn ich ihn mir ansehe, kommen mir selbst fast die tränen was aus ihm geworden ist.
    2 abgebrochene studiengänge sind noch das harmloseste. sein leben besteht ausser poker nur noch aus schlafen (kranke rythmen!!! teils 14 stunden schlaf).. er hat jegliches interresse am wirklichen leben verloren, kein rausgehn an die luft mehr, er hat keinen einzigen freund… nicht mal mehr eine bindung zu mir oder seinem bruder, er scheint als hätte er jedes interresse verloren.
    er vergisst einfach mahlzeiten oder ersetzt sie durch junk food,, sein körperlicher zustand gleicht dem eines alkoholikers, er hat kaum ernergie ist ständig krank, und fertig.
    er hat kein bisschen freude mehr an seinem leben und das trotz satter gewinne. er siecht quasi vor sich hin. UND OBWOHL wir alle ihn darauf ansprechen passiert nichts.
    Es ist traurig zu sehn was das Spiel bzw die SUCHT aus einem intelligenten Mann mit abitur, der die besten vorraussetzungen hat und alles erreichen kann machen kann.

    DU hast auch alle chancen und vorraussetzungen. Du brauchst keine POKERMILLIONEN.. du wirst auch NIEMALS welche bekommen. wenn du dir deine jetzige Situation ansiehst. Wie stellst du dir dich und dein leben in 10 Jahren vor. Wo siehst du DICH DEINE FRAU DEINE KINDER?? welche ziele hast du mit ihnen. Deine frau und deine Kinder lieben dich und brauchen dich, sie lieben dich für das was du bist, sie lieben nicht deine pokergewinne (die nichtmal existieren!!!). Du hast Verantwortung für sie. Du brauchst deine Energie und deine Power um sie zu versorgen für sie da zu sein! das ist deine verdammte PFLICHT ALS MANN!
    Du hast die besten Karten! Nimm dein LEBEN SELBST IN DIE HAND, lass es nicht von irgendwas oder irgendwem kontrollieren. Du bist selbst verantwortlich für das was aus DIR wird.
    ich habe durch die geschilderte situation gelernt dass es keine dahergesagte floskel ist, dass geld nicht glücklich macht. das leben ist voller vielseitiger möglichkeiten, du musst sie nur greifen. such dir gleich heute noch ein neues hobby und schalte den PC aus! lösche die software+deinen account! Mach dir immer wieder KlAR dass das SPIEL dir auf lange sicht schadet!
    wer von uns beiden willst du sein? Ich oder mein Freund?

    zum schluss noch ein tipp. wenn du dich dafür interressierst, wie man sein leben in die hand nimmt, seine ziele erreicht, dann empfehl ich dir noch klasse literatur… schau mal nach was du von anthony robbins (sehr zu empfehlen) oder napoleon hill als taschenbuch bekommst.
    verbring deine zeit lieber damit!
    viel erfolg!

  • breed

    hallo erdal pinar!
    ich finde es richtig und mutig von dir dass du diesen schritt gehst und dich an leute wendest und um hilfe bittest.
    Es ist der Richtige Schritt für DICH und vor allem auch für deine Frau und deine 3 Kinder.

    Ich kann dir folgendes Berichten. Ich und mein ehemals bester Freund fingen mit dem Pokern zu unserer Schulzeit an.
    mich nervte das spiel recht schnell, ich empfand es bald als störend in unseren abendlichen runden bei freunden, da ich fand dass es die kommunikation zerstörte. natürlich sah ich die verlockung des schnellen gelds im Online Game. aber ich sah auf dauer dass ich eher geld verliere. schnell lernte ich mich auf andere bereiche meines lebens zu konzentrieren.
    ich wollte abnehmen. also trieb ich endlich sport. (heute laufe ich marathon niveau, bin topfit und klage über nichts). Ich gab im studium gas und mache mir null sorgen um meine zukunft. zu meinem freundeskreis habe ich eine intakte bindung, ich bin sehr beliebt bei leuten, und ich kann zur zeit von mir behaupten dass ich meinen Traum lebe. Es gibt nichts im Leben was mir fehlt, und ich fühle mich jeder noch so grossen herausforderung gewachsen.
    nun die kehrseite.. mein ehemals bester freund.
    fing auch an zu studieren. blieb aber beim pokerspiel. er las alles was man über die theorie des spiels bekam. nach anfänglichem hick hack was seine gewinne betraf wurde er immer stärker.
    man kann sagen er hat sein spiel perfektioniert. er scheffelt wirklich tausender an gewinnen an und er scheint sich wirklich nur duch poker finanzieren zu können.
    aber: wenn ich ihn mir ansehe, kommen mir selbst fast die tränen was aus ihm geworden ist.
    2 abgebrochene studiengänge sind noch das harmloseste. sein leben besteht ausser poker nur noch aus schlafen (kranke rythmen!!! teils 14 stunden schlaf).. er hat jegliches interresse am wirklichen leben verloren, kein rausgehn an die luft mehr, er hat keinen einzigen freund… nicht mal mehr eine bindung zu mir oder seinem bruder, er scheint als hätte er jedes interresse verloren.
    er vergisst einfach mahlzeiten oder ersetzt sie durch junk food,, sein körperlicher zustand gleicht dem eines alkoholikers, er hat kaum ernergie ist ständig krank, und fertig.
    er hat kein bisschen freude mehr an seinem leben und das trotz satter gewinne. er siecht quasi vor sich hin. UND OBWOHL wir alle ihn darauf ansprechen passiert nichts.
    Es ist traurig zu sehn was das Spiel bzw die SUCHT aus einem intelligenten Mann mit abitur, der die besten vorraussetzungen hat und alles erreichen kann machen kann.

    DU hast auch alle chancen und vorraussetzungen. Du brauchst keine POKERMILLIONEN.. du wirst auch NIEMALS welche bekommen. wenn du dir deine jetzige Situation ansiehst. Wie stellst du dir dich und dein leben in 10 Jahren vor. Wo siehst du DICH DEINE FRAU DEINE KINDER?? welche ziele hast du mit ihnen. Deine frau und deine Kinder lieben dich und brauchen dich, sie lieben dich für das was du bist, sie lieben nicht deine pokergewinne (die nichtmal existieren!!!). Du hast Verantwortung für sie. Du brauchst deine Energie und deine Power um sie zu versorgen für sie da zu sein! das ist deine verdammte PFLICHT ALS MANN!
    Du hast die besten Karten! Nimm dein LEBEN SELBST IN DIE HAND, lass es nicht von irgendwas oder irgendwem kontrollieren. Du bist selbst verantwortlich für das was aus DIR wird.
    ich habe durch die geschilderte situation gelernt dass es keine dahergesagte floskel ist, dass geld nicht glücklich macht. das leben ist voller vielseitiger möglichkeiten, du musst sie nur greifen. such dir gleich heute noch ein neues hobby und schalte den PC aus! lösche die software+deinen account! Mach dir immer wieder KlAR dass das SPIEL dir auf lange sicht schadet!
    wer von uns beiden willst du sein? Ich oder mein Freund?

    zum schluss noch ein tipp. wenn du dich dafür interressierst, wie man sein leben in die hand nimmt, seine ziele erreicht, dann empfehl ich dir noch klasse literatur… schau mal nach was du von anthony robbins (sehr zu empfehlen) oder napoleon hill als taschenbuch bekommst.
    verbring deine zeit lieber damit!
    viel erfolg!

  • anton jäger

    Hallo, Dank für diese Seite! weiter so!

  • anton jäger

    Hallo, Dank für diese Seite! weiter so!

  • heinz

    Sehr guter und sehr richtiger Beitrag zum Thema. Vom Suchtgedanken einmal abgesehen, ist das Pokerspiel m.E. Killer-Kapitalismus in Reinkultur(siehe auch Freeze-out Pokerturniere;nur einer bleibt übrig). Umd man muss doch nur mal genau schauen, wer positive Kommentare zum Pokerspielen als Lebensperspektive und -unterhalt abgibt. Das sind in der Regel die überdurchschnittlichen, erfolgreichen Pokerspieler, die natürlich dafür sorgen wollen und aus Eigeninteresse auch müssen, dass der finanzielle Nachschub durch unterdurchschnittliche Pokerspieler mit mangelnder Selbsteinschätzung nicht abreisst. Auch das Beispiel mit dem Freund ist mir vertraut, habe ich doch selbst einmal geglaubt, mein zukünftiges, dann natürlich sorgenfreies, Leben mit dem Pokerspiel bestreiten zu können. Aber die beschriebene Perspektive hat dann sogar mich abgeschreckt, obwohl ich anderen Sparten schon ein ziemlich hartgesottener Zocker war. Ich bin jetzt seit über einem Jahr spielfrei und besuche die Gruppen der ‘Anonymen Spieler’ regelmäßig (alerdings mit langem Anlauf und vielen Rückfällen). Freiheit und Selbtbestimmung sehen dann doch anders aus. Man sitzt immer am falschen Tisch. Viel Erfolg bei Deinem Weg aus der Gefahr, das Leben hat sehr viel mehr zu bieten.

  • heinz

    Sehr guter und sehr richtiger Beitrag zum Thema. Vom Suchtgedanken einmal abgesehen, ist das Pokerspiel m.E. Killer-Kapitalismus in Reinkultur(siehe auch Freeze-out Pokerturniere;nur einer bleibt übrig). Umd man muss doch nur mal genau schauen, wer positive Kommentare zum Pokerspielen als Lebensperspektive und -unterhalt abgibt. Das sind in der Regel die überdurchschnittlichen, erfolgreichen Pokerspieler, die natürlich dafür sorgen wollen und aus Eigeninteresse auch müssen, dass der finanzielle Nachschub durch unterdurchschnittliche Pokerspieler mit mangelnder Selbsteinschätzung nicht abreisst. Auch das Beispiel mit dem Freund ist mir vertraut, habe ich doch selbst einmal geglaubt, mein zukünftiges, dann natürlich sorgenfreies, Leben mit dem Pokerspiel bestreiten zu können. Aber die beschriebene Perspektive hat dann sogar mich abgeschreckt, obwohl ich anderen Sparten schon ein ziemlich hartgesottener Zocker war. Ich bin jetzt seit über einem Jahr spielfrei und besuche die Gruppen der ‘Anonymen Spieler’ regelmäßig (alerdings mit langem Anlauf und vielen Rückfällen). Freiheit und Selbtbestimmung sehen dann doch anders aus. Man sitzt immer am falschen Tisch. Viel Erfolg bei Deinem Weg aus der Gefahr, das Leben hat sehr viel mehr zu bieten.

  • me

    hi.
    ich finde diese diskussion sehr interressant und sehr wichtig. das pokerspiel aber zu verdammen und als unglaublich schlimm einzustufen finde ich allerdings übertrieben. die geschichte mit dem freund kenne ich, und ich muss sagen, dass sie wohl in manchen fällen(leider in vielen fällen sogar) stimmen mag, dennoch gibt es auch denn fall das man gutes, gewinnbringendes poker spielt und gleichzeitig noch erfolg im “normalen” leben hat. ich zum beispiel betreibe poker -in erster linie online poker- als “studenten-job”. ich habe noch mehr als genung zeit für mein studium, meine freunde und meine freundin, für sport und für freizeit. poker ist für mich nebensache. eine wichtige nebensache vielleicht, auch weil mir das spiel einfach spass macht, seit ungefähr einem dreiviertel jahr besuche ich auch regelmäßig cashgames und turniere im casion wießbaden und mainz, wo ich wohne. live ist mein hobby, online ist ein nebenverdienst, der nie zum selbstzweck werden darf! das ist generell das wichtigste. man darf poker nicht spielen weil man poker spielen muss. man soll es spielen, weil man gewinnt und weil es spass macht. man darf es NUR DANN spielen wenn man sich leisten kann, das geld, das man einsetzt zu verlieren. ich glaube nicht das ich in irgendeiner weiße abhänig bin, denn selbst wenn ich aufhören müsste hätte ich genug andere dinge, mit denen ich mich genauso befassen kann…ich möchte aber nicht aufhören, weil es mir spass macht und weil es einträglich ist. ich bin der meinung das man nur dann, wenn die balance stimmt und poker IN KEINEM FALL im mittelpunkt deines lebens steht das spiel spielen sollte. alles andere würde dich vermutlich in the long term zerstören. und der long term ist schließlich, sowohl im poker als auch im richtigen leben, das was zählt.

    viel glück!
    es gibt mehr wie poker!

  • me

    hi.
    ich finde diese diskussion sehr interressant und sehr wichtig. das pokerspiel aber zu verdammen und als unglaublich schlimm einzustufen finde ich allerdings übertrieben. die geschichte mit dem freund kenne ich, und ich muss sagen, dass sie wohl in manchen fällen(leider in vielen fällen sogar) stimmen mag, dennoch gibt es auch denn fall das man gutes, gewinnbringendes poker spielt und gleichzeitig noch erfolg im “normalen” leben hat. ich zum beispiel betreibe poker -in erster linie online poker- als “studenten-job”. ich habe noch mehr als genung zeit für mein studium, meine freunde und meine freundin, für sport und für freizeit. poker ist für mich nebensache. eine wichtige nebensache vielleicht, auch weil mir das spiel einfach spass macht, seit ungefähr einem dreiviertel jahr besuche ich auch regelmäßig cashgames und turniere im casion wießbaden und mainz, wo ich wohne. live ist mein hobby, online ist ein nebenverdienst, der nie zum selbstzweck werden darf! das ist generell das wichtigste. man darf poker nicht spielen weil man poker spielen muss. man soll es spielen, weil man gewinnt und weil es spass macht. man darf es NUR DANN spielen wenn man sich leisten kann, das geld, das man einsetzt zu verlieren. ich glaube nicht das ich in irgendeiner weiße abhänig bin, denn selbst wenn ich aufhören müsste hätte ich genug andere dinge, mit denen ich mich genauso befassen kann…ich möchte aber nicht aufhören, weil es mir spass macht und weil es einträglich ist. ich bin der meinung das man nur dann, wenn die balance stimmt und poker IN KEINEM FALL im mittelpunkt deines lebens steht das spiel spielen sollte. alles andere würde dich vermutlich in the long term zerstören. und der long term ist schließlich, sowohl im poker als auch im richtigen leben, das was zählt.

    viel glück!
    es gibt mehr wie poker!

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